Wenn der Zitronenbaum Frost abbekommen hat – Frostschäden bei mediterranen Pflanzen

Wenn ein Zitronenbaum Frost abbekommen hat, ist die Sorge groß, dass die Pflanze nennenswert geschädigt wurde. Damit ihr das Frostrisiko besser einschätzen könnt, möchte ich in diesem Beitrag einen Überblick über Frostschäden und Frosttoleranz beim Zitronenbaum und anderen mediterranen Pflanzen geben. Außerdem gebe ich Hinweise, wie ihr Frostschäden bei empfindlichen Pflanzen behandeln müsst, damit sie auch weiterhin wachsen und gedeihen. 

Zitronenbaum Frost

Zum Glück verträgt der Mittelmeerschneeball auch mäßigen Frost.

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Frost ist nicht gleich Frost

Frost ist gewisser Maßen der natürliche Feind der Mediterrangärtner und mit seinen Feinden sollte man sich auskennen. Da Frost nicht gleich Frost ist, möchte ich einen kleinen Überblick über Frostphänomene geben und welche Konsequenzen sie für die Pflanzenpflege haben. 

Frostgrade

Unter Frost versteht man landläufig das Sinken der Lufttemperatur unter 0° C. Je nach Ausmaß des Frosts werden verschiedene Frostgrade verstanden, die auch für das Verständnis der Wetterprognose wichtig sind. 

  • -0,1° bis -2° C – geringer Frost
  • -0,1° bis -5° C – leichter Frost
  • -5,1° bis -10° C – mäßiger Frost
  • – 10,1° bis -15° C – starker oder strenger Frost
  • – kälter als -15° C – sehr starker Frost

Während leichter Frost für nicht winterharte Pflanzen und mäßiger Frost für bedingt winterharte Pflanzen in günstigen Umständen so gerade noch erträglich ist, ist ein Frostschaden beim Zitronenbaum oder andere Pflanzen bei starkem oder sehr starkem Frost vorprogrammiert. 

Zitronenbaum Frost

Auch Orangen können kühle Temperaturen aber keinen Frost vertragen.

Frostarten – Boden-, Luft- und Strahlfrost

Frost ist nicht gleich Frost, daher lohnt es sich, die verschiedenen Frostarten oder Frostbegriffe kennenzulernen. Von Bodenfrost spricht man, wenn die Temperatur am Boden bis zu einer Höhe von 5 cm unter die Null-Grad-Grenze sinkt. Es ist offensichtlich, dass diese Frostart am Wenigsten gefährlich ist. Alle andere Frostangaben in Wetterprognosen beziehen sich auf die Lufttemperatur in 2 m Höhe. Das ist der Standardmesspunkt in der Metereologie. Da die kalte Luft nach unten sinkt, ist klar, dass (Luft-)Frost die meist kleineren Pflanzen unmittelbar bedroht. Gelegentlich findet man auch den Begriff Strahlfrost. Strahlfrost ist besonders gefährlich, denn damit ist das schnelle Absinken der Lufttemperatur gemeint. Er tritt dann auf, wenn bei klaren Nächten ein sehr kalter Luftschwall in eine Region einzieht und sich dann schnell auf die Pflanzen absenkt. Fallfrost wäre also die zutreffendere Bezeichnung. 

Frostarten – Nacht-, Früh- und Spätfrost

Da die Temperatur in der Nacht und vor allem in den frühen Morgenstunden häufig am Geringsten ist, spricht man von Nachtfrost, der aber eigentlich Morgenfrost oder Frühfrost heißen müsste. Als Frühaufsteher habe ich schon häufig erlebt, dass die Temperatur zwischen 5 und 7 Uhr noch einmal um mehrere Grad gesunken ist. Der Frostverlauf ist glimpflich, wenn es bei Nachtfrösten bleibt. Wirklich gefährlich sind Situationen mit Dauerfrost, bei denen mehrere Stunden in der Tag und in der Nacht Frosttemperaturen herrschen. 

Zitronenbaum Frost

Dauerfrost können nur die wenigsten Pflanzen aushalten.

Ebenfalls einen zeitlichen Aspekt haben die Begriffe Frühfrost und Spätfrost. Frühfröste treten im Herbst dann auf, wenn es überdurchschnittlich früh friert. Entsprechend sind Spätfröste ein überdurchschnittlich langes Andauern der Frostgefahr. Beide Phänomene sind häufig ursächlich dafür, dass ein Zitronenbaum Frost abbekommt. Wenn er zu spät ins oder zu früh aus dem Winterquartier kommt, kann es zu Frostschäden kommen. Auch wenn ich für spätes Ein- und frühes Ausräumen plädiere, muss man aber in der Übergangszeit im September und Oktober sowie März und April die Temperaturentwicklung beobachten.

Frosttoleranzen

Verschieden Pflanzen haben unterschnittliche Frosttoleranzen. Ich habe Sie für meine Überwinterung in vier Gruppen eingeteilt, zu denen ich einige Beispiele nenne.

Im Rheinland vollständig winterharte Pflanzen – Frosttoleranz bis -20°

  • Dreiblättrige Orange
  • Mittelmeerschneeball

Bedingt winterharte Pflanzen – Frosttoleranz bis -10° C

  • Olivenbaum
  • Feigenbaum (je nach Sorte)
  • Sternjasmin
  • Oleander – bis -5° C

Nicht winterharte Pflanzen – Frosttoleranz bis -2° C (faktisch keine Frosttoleranz)

  • Zitronenbaum
  • Orangenbaum
  • Wandelröschen
  • Agapanthus
  • Calla
  • Zylinderputzer
  • Bougainvillea – violette Sorte (B. gabra)

Wärmeliebende, subtropische bis tropische Pflanzen – Mindesttemperatur ca. 12° C

  • Hibiskus
  • Tibouchina
  • Bougainvillea – gelbe, weiße, orangefarbene und rote Sorten

Wenn der Zitronenbaum Frost abbekommt – Frostschäden

Frost schädigt Pflanzen, wenn sich diese nicht an Minustemperaturen angepasst haben. Heimische Pflanzen werfen Blätter ab, haben isolierende Schichten und reduzieren vor allem das Wachstum, um vor Frostschäden verschont zu bleiben. Wenn eine südliche Pflanze aber keinen Frostschutz hat, dann friert bei Frost das in den Pflanzenzellen reichlich vorhandene Wasser. Es dehnt sich dann aus und zerstört die Zellen. Beim Zitronenbaum ist die tolerierte Temperatur draußen höchstens – 2° C. 

Geringe Frostschäden

Je ungeschützter und zarter ein Pflanzenteil ist, umso stärker ist er von Frost bedroht. Wenn eine mediterrane Pflanze wie der Zitronenbaum Frost abbekommt, dann sind zunächst junge Austriebe, Knospen und Blüten betroffen. Gerade die violetten jungen Blätter sind bedroht, denn ihre Blattzellen sind noch nicht ausgewachsen und entsprechend nicht ausgehärtet. Sie werden bei Frost also weich und welk und hängen schlapp herunter. Damit ist in der Regel das Absterben der jungen Blätter verbunden.

Auch bei Knospen und Blüten führt bereits leichter Frost zu Schäden. Dabei sind die violetten Knospen beim Zitronenbaum besser geschützt als die weißen Blüten. Der violette Farbstoff wirkt als Frostschutz. Dennoch werden die Knospen bei Temperaturen unter -2° C welk, ebenso wie die geöffneten Blüten, die schon früher welk werden. Auch Fruchtansätze und Früchte werden durch Frost schnell geschädigt. Die Frostempfindlichkeit der Früchte könnt ihr übrigens ganz einfach testen, indem ihr mal eine Zitrone oder eine andere mediterrane Frucht ins Eisfach legt. Ihr werdet erstaunt sein, wie schnell die Schädigung eintritt. 

Es reicht eine Frostnacht und wenige Stunden Frost, um leichte Frostschäden an Blüten und jungen Blättern zu verursachen. Gravierender sind aber schwere Frostschäden.

Schwere Frostschäden

Ist der Frost länger anhaltend und deutlich kälter als -2° C, dann kommt es zu schweren Frostschäden. Es werden nun auch die älteren Blätter geschädigt, die dann braune Stellen bekommen und ebenfalls welk werden. Je kälter der Frost und je umfassender die Berührung mit der frostkalten Nacht, umso umfassender ist die Zerstörung des Laubs. Danach sind dann die Äste dran und bei ganz langer und kalter Luft sterben auch Stamm und Wurzeln ab. Spätestens wenn die Hälfte der Äste erfroren sind, ist das Leben der Pflanze in akuter Gefahr. 

Maßnahmen bei Frostschäden

Ist eine mediterrane Pflanze wie ein Feigenbaum oder ein Zitronenbaum durch Frost geschädigt, dann heißt das noch nicht zwangsläufig ihr Ende. Allerdings müssen nach dem Frostschaden unverzüglich Maßnahmen getroffen werden, um die Pflanze vor weiteren Schäden zu schützen.

Vermeiden weiterer Frostschäden

Ein Frost bleibt selten allein. Daher ist die zunächst wichtigste Maßnahme, dass ihr nach einem Frostschaden weitere Schäden vermeidet. Ihr solltet vor allem auf die Temperaturprognose schauen und abschätzen, wie lange und wie gefährlich eine Frostperiode ist. Im Herbst ist es naheliegend, den Zitronenbaum ins Winterquartier zu räumen. Bedingt winterharte Pflanzen wie der Feigenbaum können draußen bleiben, müssen aber vor dem Frost geschützt werden. Ist der Schaden durch Spätfröste entstanden, müsst ihr überlegen, die Pflanze noch einmal ins Winterquartier zurückzubringen. Wenn es sich aber nur um leicht Fröste handelt, kann man die Pflanzen draußen schützen.

Zitronenbaum Frost

Decken oder wie hier alte Gardinen können früh ausgeräumte Pflanzen schützen.

Beseitigung von Frostschäden

Frostschäden müssen beseitigt werden, denn sie können die Pflanze im Wachstum behindern. Die Beseitigung ist relativ einfach: es werden alle verwelkten Pflanzenteile Blätter, Blüten, Früchte und Äste abgeschnitten, die durch Frost geschädigt wurden. Blätter und Blüten sind braun und welk, Früchte sind matschig und Äste sind ebenfalls braun, wenn sie Frost abbekommen haben. Ihr solltet aber mit dem Abschneiden 2 bis 3 Tage warten, damit klar ist, welche Teile wirklich abgestorben sind.

Der Schnitt bei den Ästen geht bis ins gesunde, grüne Holz, damit die Pflanze die Schnittstelle verschließen kann. Es kann bei Frostschäden zu sehr ungleichmäßigen Verläufen kommen. Das passiert dann, wenn die Pflanze mit der einen Seite geschützt steht und mit der anderen Seite der frostigen Luft ausgesetzt ist. In diesem Fall ist es unter Umständen nötig, auch gesunde Teile der Krone zu kürzen, damit die Krone gleichmäßig bleibt. Dieser Ausgleichsschnitt sollte aber sehr behutsam durchgeführt werden.

Wenn es zu schweren Frostschäden gekommen ist, bei denen auch Wurzeln und dickere Äste geschädigt wurden, bleibt in der Regel nichts anderes übrig, als die komplette Pflanze zu entsorgen.

Vorbeugung von Frostschäden

Frostschäden sind sehr bitter und können vermieden werden. Die besten Maßnahmen zur Vermeidung von Frostschäden beim Zitronenbaum oder anderen Pflanzen sind

  • Sicherstellung eines geeigneten Winterquartiers
  • regelmäßiger Blick in die Temperaturprognose vor allem in den Übergangsmonaten Oktober, März, April und Mai
  • Information über die tatsächliche Frosthärte eurer Pflanzen

Gerade der letzte Punkt ist wichtig: Manche Pflanzenanbieter neigen dazu, die Frosthärte etwa beim Zitronenbaum zu optimistisch einzuschätzen. Oder sie überschätzen die Möglichkeiten des Privatgärtners, die Pflanze adäquat zu schützen. Ihr solltet also immer etwas vorsichtiger sein, als es vom Marketing des Händlers empfohlen wird. Es ist nicht möglich, einen Citrus limon, also einen echten Zitronenbaum draußen zu überwintern. Leider kann man den Zitronenbaum auch nicht in der Wohnung überwintern, stattdessen braucht ihr ein kühles helles Winterquartier.

Fotos und Text: Dr. Dominik Große Holtforth

 

Über den Autor:
post@mein-mediterraner-garten.de

Dr. Dominik Große Holtforth ist Experte für mediterrane Pflanzen und Gärten. Wenn ihr eine persönliche Beratung zur Pflege oder zum Schneiden wünscht, könnt ihr hier eure Frage stellen, der gerne und kurzfristig weiterhilft. Auch in seinem wöchentlichen Newsletter berichtet Dr. Große Holtforth über die mediterrane Pflanzenpflege. Hier geht es zur Anmeldung, die natürlich kostenlos und unverbindlich ist. 

Fragen & Antworten zum Thema
„Wenn der Zitronenbaum Frost abbekommen hat – Frostschäden bei mediterranen Pflanzen“

  1. Hallo Herr Dr. Große Holforth,
    meine Pflanzen (Zitrone, Mandarine und Kumquat) hat es ziemlich erwischt. Die Zitrone habe ich schon stark zurückgeschnitten (Bild 1), die Stämme haben an der Rinde „Frostaufplatzungen“ (Bild 2). Ist da noch was zu retten? Und falls ja, wie?

    • Hallo,
      solange die Äste und der Stamm grün sind, besteht Chancen auf den Wiederaustrieb. Wenn der Stamm aufgeplatzt ist, ist das natürlich eine riskante Situation. Sie sollten die Stellen auf jeden Fall sauber halten.
      Ich empfehle Ihnen, die Pflanzen umzutopfen, da das immer einen Wachstumsschub bedeutet. Das hilft Ihnen, sich zu regenieren.
      Viele Grüße
      D. Große Holtforth

  2. Guten Abend
    Platz im Keller oder im Estrich hätten wir schon fürs Ūberwintern, aber wirklich hell ist es dort nicht. Da hat’s eben nur kleine Oberlichter. Ist das ein echtes Problem für den Zitonenbaum?
    Freundliche Grüsse

    • Hallo,
      ja, wenig Licht ist ein Problem. Sobald ein Zitronenbaum in einem Raum steht, der wärmer als 10° C ist, braucht er intensives Sonnen- oder Pflanzenlicht.
      Sie können also eine Pflanzenlampe einsetzen, wenn Sie kein Sonnenlicht haben.
      Viele Grüße
      Dominik Große Holtforth

  3. Hallo,

    meine Zitronenbäume haben leider trotz Aufenthalt im Winterquartier einen Frostschaden erlitten. Die Blätter haben sich eingerollt, sind vertrocknet und nahezu komplett abgefallen.

    Die Blüten hingegen sind intakt und die Baume blühen auch jetzt, nach ca 2 Wochen nach dem Frostschaden wunderbar auf. Die Früchte sind nicht matschig oder braun, jedoch etwas vertrocknet.

    Wie soll ich diese Art Frostschäden behandeln? Rückschnitt trotz Blüten? Falls ja, wann ist der Rückschnitt zu machen, jetzt oder vor dem nächsten Austrieb? Falls ich keinen Rückschnitt durchführe, wird der Baum unterhald der Blüten nochmals austreiben? Soll ich die Früchte entfernen?

    Wann ist eine Düngung in diesem Falle angesagt?

    Besten Dank im voraus für Ihre Hilfe

    mit freundlichem Gruss

    Hein

    • Guten Morgen,
      Sie sollten nur die abgestorbenen Blätter und vertrockneten Äste entfernen. Schneiden Sie nicht mehr als nötig ab. Wenn auch die Früchte vertrocknet aussehen, können Sie diese auch entfernen. Das entlastet die Pflanze insgesamt. Ein Austrieb ist wahrscheinlich, sobald die Zitronenbäume wieder Sonne und Wärme genießen können.
      Für den Wiederaustrieb ist ein Umtopfen hilfreich, das gibt den Bäumen einen Vegetationsschub. Düngen müssen Sie erst im Mai.
      Bei weiteren Fragen dürfen Sie sich gerne melden.
      Viele Grüße
      D. Große Holtforth

  4. Ein ca. 4 m hoher Zitronenbaum vor unserem Ferienhaus in Ligurien ist im Februar erfroren. Alle Blätter sind vertrocknet und die Früchte glasig und matschig. Wann sollen wir den Baum zurückschneiden? Jetzt gleich oder erst, wenn die ersten neuen Triebe sichtbar sind?
    Wir freuen uns auf Ihre Antwort. Vielen Dank im voraus.
    Dagmar Carra

    • Hallo,
      nein, am besten schneiden Sie bevor die Triebe sichtbar werden. Damit ersparen Sie dem Baum Arbeit 😉 Der ideale Zeitpunkt ist nach dem Frost, aber vor dem Austrieb.
      Bei weiteren Fragen dürfen Sie sich gerne melden.
      Viele Grüße
      D. Große Holtforth

  5. Sehr geehrter Herr Dr. Holtforth,

    sicherlich auch für Sie interessant ist, was ich mit meinen 5 Zitruspflanzen (1x ca. 2 mtr. groß/4x etwa 1 mtr.), sowie einige ausgekeimte Kerne (Veranda Gartenhaus und 2 etwa 15 cm große versuchsweise ausgepflanzte, aber abgedeckte Zitrus) erlebt habe:
    Die größeren haben in einer Art Gewächshaus überwintert, habe sie jedoch zuvor „austrocknen“ lassen.

    Sämtliche(!) Zitrus wirken zwar nach der zurückliegenden Frostperiode mitleiderregend aus, alle scheinen allerdings noch vital (Blätter eingerollt, Früchte zwar „matschig“, die Äste noch grün und „saftig“

    Wohnort: Mainfranken, also eher gemäßigte Klimaregion.

    Wahrscheinlich habe ich nur großes Glück gehabt. Im nächsten Winter erde ich die Wetterprognosen aber lieber doch besser berücksichtigen.

    Gruß aus Würzburg

    P.Deubert

    • Hallo und vielen Dank für den hilfreichen Bericht.
      Achten Sie bitte auch auf den Wetterbericht der nächsten Tage! Der Winter kehrt zurück.
      Viele Grüße
      Dominik Große Holtforth

  6. hallo guten tag,

    ich besitze eine limette und eine orange, sowie ein zitronenbäumchen.
    in diesem winter mussten sie in einem neuen quartier überwintern weil ich umgezogen bin. entgegen meiner erwartung war es nicht frostfrei und die bäumchen liessen alle drei sämtliche bläter fallen und sahen sehr schlecht aus. alle äste starben ab. ich habe sie stark zurückgeschnitten und hoffte es käme wieder frisches grün. nun sind bei allen dreien die stämme kahl geblieben und neben, unten seitlich am stamm kommen neue austriebe. habe ich nun zitronen, limetten und orangenbüsche? was soll ich machen?

    vielen dank für ihre hilfe und herzliche grüße

    walburga dannenberg
    

    • Guten Tag Frau Dannenberg,
      vermutlich stammt der Austrieb unten von der Veredelungsunterlage. Wenn diese austreibt, geht es dem aufgepropften Edelreis -dem oberen Teil der Pflanze- meist sehr schlecht. Sie sollten an oberen Ästen an einigen Stellen etwas Rinde abkratzen. Wenn es darunter noch grün ist, lebt der Ast noch. Falls nicht, können Sie ihn abschneiden. Wenn es ausreichend grüne Äste gibt, gibt es noch Hoffnung. Bei einer blattlosen Pflanze ist vor allem wichtig, dass Sie nicht gießen. Wenn alle oberen Pflanzenteile abgestorben sind, hat nur die Unterlage überlebt. Diese können Sie wachsen lassen. Sie erhalten -je nach Veredelungsunterlage- eine Bitterorange oder eine Poncirus trifoliata. Die sind aber nicht ganz so attraktiv wie die Edelsorten.
      Bei weiteren Fragen dürfen Sie sich gerne melden.
      Viele Grüße
      D. Große Holtforth
      Bei weiteren Fragen dürfen Sie sich gerne melden.

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