Die Vanilleblume – Blütenpracht und Vanilleduft für Beet und Balkon

4. Januar 2018

Die Vanilleblume ist eine beliebte und bekannte Balkonblume, die nicht nur wunderschön blüht, sondern auch sehr schön duftet. In diesem Balkonpflanzen-Portraits findet ihr Wissenswertes zur Vanilleblume und passende Pflegetipps. 

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Vanilleblume

Auch Honigbienen mögen -offensichtlich- Vanille.

Wissenswertes zur Vanilleblume

Die aus Peru stammende Pflanze gehört zum feststehenden Repertoire der Beet- und Balkonpflanzen. Die ursprünglich aus Peru stammende Pflanze gehört zu den Borretschgewächsen, ihr botanischer Name ist Heliotropium arborescens. Die darin angesprochene Sonne -Helios- klingt auch in ihrem zweiten deutschen Namen „Sonnenwende“ an. Auch die Bezeichnung Heliotrop ist gebräuchlich. 

Blüte und Wuchs

Neben den normaler Weise violetten, auf meinem Fotos in einer seltenen Form auch weißen Blüten, sind die Blätter attraktiv. Sie weisen ein deutliches Fischrätmuster auf. Die Oberseite der Blätter ist dunkelgrün, während die Unterseite hellgrün ist. Dieser Unterschied in den Grüntönen gibt der Vanilleblume ein elegantes Aussehen, das sie nicht nur für die Beetbepflanzung sondern auch für schöne Kübelarrangements prädestiniert macht. Vorsichtig sein sollte man, wenn man Kinder oder Haustiere hat: Die Vanilleblume schützt sich mit Gift in allen Pflanzenteilen. Im normalen Umgang mit der Pflanze ist das kein Problem, allerdings darf sie eben nicht verzehrt werden. 

Die richtige Pflege der Vanilleblume

Heliotropium arborescens ist nicht winterhart. Daher wird sie meistens als vorgezogene Balkonpflanze gekauft und nach der Sommersaison weggeworfen. Das ist schade, denn sie lässt sich auch überwintern oder durch Stecklinge vermehren. Doch zunächst geht es um den richtigen Standort. 

Vanilleblume

Die Blüten der Vanilleblume wachsen in langen Rispen, die einen fließenden Eindruck vermitteln.

Der ideale Standort

Vanilleblumen brauchen einen Platz in der Sonne. Ab Mai, also nach dem Frost, können sie direkt ins Beet oder zusammen mit anderen schönen Beetpflanzen wie Petunien oder Pelargonien in Kübel gepflanzt werden. An einem sonnigen und warmen Standort wachsen die Vanilleblumen bis in den Oktober hinein weiter und begeistern mit einer lang anhaltenden Blüte. Die ideale Temperatur liegt zwischen 18° und 22° C. 

Gießen und Düngen

Die gefurchte und damit vergrößerte Oberfläche der Blätter zeigt für Kenner die hohe Verdunstung an, die die Vanilleblume hat. Sie braucht also viel Wasser, so dass ihr beim Gießen nicht sparen solltet. Allerdings ist sie auch keine Wasserpflanze, so dass es eher auf gleichmäßige Feuchtigkeit durch regelmäßige Wassergaben ankommt. 

Im Beet braucht die Vanilleblume keinen Dünger. Wenn ihr sie aber in einen Topf pflanzt, sind dort die Nährstoffe nach wenigen Wochen erschöpft. Ab dann solltet ihr einen Balkon- oder Beetpflanzendüngr einsetzen und den Heliotrop wöchentlich zusammen mit anderen blühenden Kübelpflanzen düngen. 

Die ideale Erde für die Vanilleblume

Bei der Erde ist Heliotropium arborescens anspruchslos und kommt mit einer humosen und lockeren Erdmischung aus, wie ihr sie etwa in Einheitserde findet. Diese sollte aber torffrei sein. 

Die Vanilleblume überwintern

Üblicher Weise wird die Vanilleblume im Herbst ausgegraben und weggeworfen. Das muss aber nicht sein, denn man kann die Pflanze kühl und hell bei um 10° C überwintern. Die immergrüne Pflanze braucht Licht, ist es zu dunkel, wirft sie die Blätter ab. Eine warme Überwinterung ist meistens nicht von Erfolg gekrönt, denn dabei passt typischer Weise das Lichtangebot nicht zu den hohen Temperaturen. Wenn die Blätter in der Überwinterung abfallen, kann die Vanilleblume auch zurückgeschnitten werden. Im Frühjahr erfolgt dann der Wiederaustrieb. 

Die Vermehrung der Vanilleblume

Die Pflanze kann aus Samen gezogen werden, dabei beginnt die Anzucht schon im Februar im Warmen auf der Fensterbank. Alternativ können im frühen Herbst Stecklinge abgeschnitten werden. Diese werden in Anzuchterde gepflanzt, wo sie im Laufe es Winters im Warmen anwurzeln. Wenn sich die Jungpflanzen stabilisiert haben, solltet ihr sie mehrmals stutzen, damit sie eine schöne kompakte Form erhalten. 

Fotos und Text: Dr. Dominik Große Holtforth

 

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Über den Autor:
post@mein-mediterraner-garten.de

Dr. Dominik Große Holtforth ist Experte für mediterrane Pflanzen und Gärten. Wenn ihr eine persönliche Beratung zur Pflege oder zum Schneiden wünscht, könnt ihr hier eure Frage stellen, der gerne und kurzfristig weiterhilft. Auch in seinem wöchentlichen Newsletter berichtet Dr. Große Holtforth über die mediterrane Pflanzenpflege. Hier geht es zur Anmeldung, die natürlich kostenlos und unverbindlich ist. 

Fragen & Antworten zum Thema
„Die Vanilleblume – Blütenpracht und Vanilleduft für Beet und Balkon“

  1. Hallo, habe eine Vanilleblume bekommen, es ist ein Stamm mit 2 Seitentrieben sie sind so zusammengefaßt als wäre es eine gesamte Krone. Nun das Problem der 2. Seitentrieb ist fast abgebrochen, kann man ihn abschneiden und in Erde einsetzen zum Vermehren oder soll man die Wunde am Stamm verkleben.

    • Hallo,
      wenn der 2. Seitentrieb noch mit dem Stamm verbunden und grün ist, dann würde ich die Wunde am Stamm mit Klebeband schließen bzw. stabilisieren. Bei einem Steckling kann es sein, dass das Anwurzeln nicht gelingt.
      Bei weiteren Fragen dürfen Sie sich gerne melden.
      Viele Grüße
      Dominik Große Holtforth

      • Hallo, danke für die schnelle Antwort werde es mit einen Klebeband machen. Schöne Grüße aus dem Innviertel

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