Mein mediterraner Garten

Liebe Besucher von „Mein Mediteraner Garten“,

„Mein mediterraner Garten“ ist der Blog für das Gärtnern mit mediterranen Pflanzen, die viel Licht und Wärme benötigen und geringe Ansprüche an die Bewässerung und auch an den Boden stellen. Die „Leitpflanze“ in meinem mediterranen Garten ist mein Olivenbaum, den ich als kleines Stämmchen gekauft habe und der mittlerweile mehr als mannshoch ist. Daher ziert auch ein Olivenzweig das Logo von „Mein mediterraner Garten“. Es ist schwer aus der großen Vielfalt der Pflanzenwelt Lieblingspflanzen zu benennen, aber sicher gehören alle Zitruspflanzen neben den Oliven zu meinen Favoriten.  Insgesamt ist es aber die Vielfalt, die Abwechslung und auch der Erhalt von vielfältigen, alten Sorten aller Pflanzen, die beim Gärtnern im Mittelpunkt stehen sollte. Wenig halte ich von „Trophäenpflanzen“, die als große, alte Pflanzen importiert werden, um Statusansprüche zu befriedigen. Wenn man seine Pflanzen selbst großzieht, geht es ihnen an ihrem Standort auch besser.

mein mediterraner garten

Blick auf meine mediterrane Terrasse

Ich möchte mit meinen Fotos und Texten vor allem die Schönheit der Pflanzen und Gärten zeigen, denn sie lehrt uns die Natur zu respektieren und zu schützen. Gerne gebe ich auch meine Erfahrungen in der Pflege mediterraner Pflanzen und im Design von mediterranen Gärten wieder. Fantastische Gärten im Mittelmeerraum gehören zu meinen regelmäßigen Reisezielen, so dass ich auch von dort viele Inspirationen und Ideen mitgebracht habe. Auch Gartendesigner wie etwa Fernando Caruncho aus Spanien, die aus Pflanzen, Materialien und der Landschaft wahre Meisterwerke komponieren, möchte ich vorstellen.

Der Schutz der Natur ist mir sehr wichtig, er setzt aber zunächst eine Auseinandersetzung mit der Natur und gute Kenntnisse über Klima, Wetter, Pflanzen und Tiere voraus. Gärten sind dafür die wichtigste Grundlage. Wir brauchen mehr Gärten, Gärtner und Gärtnerinnen, um unsere Welt und unser Klima zu retten. Mediterrane Gärten sollten nicht nur angelegt werden, um südlichen Träumen zu folgen, sondern auch um an das wärmere Klima angepasste Gärten zu haben. Gärtnern sollte nachhaltig sein, wenig Ressourcen verbrauchen und in der Produktion der Pflanzen mit möglichst wenig chemischen Pflanzenschutz auskommen. In privaten Gärten sollte auf Chemie verzichtet werden.

Mein mediterraner Garten begleitet mich seit nun sechs Jahren durch die Jahreszeiten und hat mir dabei sehr viel Freude, Entspannung und wunderbare Eindrücke von der Natur bereitet. Natürlich sind es vor allem die Pflanzen, die diese Eindrücke vermitteln. Sie begeistern mich immer wieder durch Blüten, Früchte und schönes Laub. Mein mediterraner Garten ist nicht groß, aber er gibt mir immer wieder Inspirationen, für neue Gartengestaltungen und neue Gartendesign Ideen.

mein mediterraner garten

Von allen Elementen ist das Licht das wichtigste Element im mediterranen Garten. Es ist die Magie des Lichts, die wir in unseren mediterranen Gärten einfangen wollen. Mediterrane Pflanzen brauchen möglichst viel direktes Sonnenlicht, das wir gemeinsam mit unseren Pflanzen genießen können.

Mein mediterraner Garten – über mich

Es war im Jahr 2008 als mich die Leidenschaft für den mediterranen Gärten packte. Mit meiner Familie war ich in unser Haus in Brühl bei Köln gezogen, wo wir uns gleich wohl fühlten. Auch der Garten war schnell nutzbar, hatte das Bauunternehmen doch Rollrasen spendiert. Aber mit Rollrasen allein war natürlich kein Staat zu machen. Glücklicher Weise schenkte mir meine Schwester das Buch Designideen für den Garten von Diarmud Gavin. Dieses Buch veränderte meine Sicht auf das Gärtnern grundlegend. Vorher war Gärtnern für mich eine Tätigkeit, zu der mich meine Eltern gezwungen hatten, und die für mich fast ausschließlich aus Unkraut jäten bestand. Mit dem Buch von Gavin wurde mir klar, dass die Gestaltung eines Gartens ein kreativer Vorgang ist, der mich mein Leben lang ausfüllen wird. Eine Offenbarung!

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Dominik Große Holtforth

Wir pflanzten erste Bäume und Sträucher an, die mit Hilfe eines Gartenplans zu einem schönen Ensemble gepflanzt wurden. Wir hatten bei den Pflanzen nicht unbedingt gespart, so dass sie schon eine recht ordentliche Wuchshöhe hatten. Es handelte sich aber um wenig exotische, eher übliche Gartenpflanzen: ein Trompetenbaum, ein Zierapfel, eine Glanzmispel, eine Hainbuch und einige Gehölze mehr. An einen mediterranen Garten war also noch nicht zu denken.

Mein mediterraner Garten – der erste Zitronenbaum

Meine erste mediterrane Pflanze war ein kleiner Zitronenbaum, den ich aus seinem unerfreulichen Quartier bei einem Discounter befreite. Auch wenn er sehr günstig war, war es doch ein gut gewachsenes Bäumchen, das mehrere Früchte trug. Er bekam einen schönen sonnigen Platz auf unserer Südterrasse und entwickelte sich während eines schönen Sommers sehr gut.

Doch leider kommt nach jedem Sommer nördlich der Alpen ein Herbst und dann der Winter, die für alle mediterrane Träume und Gärten eine gewisse Herausforderung darstellen. Zum Glück wusste ich, dass mein Zitronenbaum nicht winterhart ist und daher suchte ich rechtzeitig nach einem Überwinterungsquartier für das Bäumchen. Unser Haus kam als Winterquartier nicht in Frage, es ist zu gut isoliert und im Winter zu warm und zu dunkel. Ich suchte mehrere Gärtnereien und Blumengeschäfte in meinem Wohnort auf, musste allerdings feststellen, dass diese kein großes Interesse am Thema Pflanzenüberwinterung hatten. Als letzter Ausweg blieb mir noch ein Gewächshaus „Marke Eigenbau“, das allerdings schon beim ersten heftigen Wintersturm zusammenbrach. Und es kam wie es kommen musste: Eine unmittelbar danach einsetzende Frostperiode bereitete dem Zitronenbaum ein klägliches Ende.

Der Zitronenbaum, der nicht umsonst gestorben ist

Zum Glück ließ ich mich nicht frustriert von weiteren mediterranen Gartenversuchen abbringen. Vielmehr hatte ich zufällig eine Idee, die mein Leben verändern sollte. Als Hochschuldozent lehre ich unter anderem im Fach „Entrepreneurship“, also Unternehmertum. In einer Vorlesung im kalten Winter 2008/2009 versuchte ich den Studenten zu vermitteln, wie wichtig doch ein ungelöstes Kundenproblem für eine erfolgreiche Unternehmensgründung sei. Ich suchte nach einem Beispiel und mir fiel mein erfrorener Zitronenbaum ein. Warum nicht, schlug ich den Studenten vor, einen Überwinterungsservice für mediterrane Pflanzen gründen, der sich die neuen Möglichkeiten des Internet zu Nutze macht? Das war die Geburtsstunde von „Meine Orangerie„, ein Projekt, das mich sechs Jahre lang erfüllt hat und bei dem ich sehr viel gelernt habe. Heute ist „Meine Orangerie“ ein führender Versender von Zitruspflanzen und hilft von Jahr zu Jahr mehr Menschen, ihre mediterranen Pflanzen gut durch den Winter zu bekommen. In diesem Jahr -2015- habe ich das Unternehmen in gute Hände abgegeben, um mich neuen Projekten und mit „Mein mediterraner Garten“ einem erweiterten Themenspektrum widmen zu können.