Mediterrane Pflanzen umtopfen in Lechuza-Töpfen

20. April 2018

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Wer mediterrane Pflanzen umtopfen möchte, steht häufig vor der Frage, was ein geeigneter Topf ist. Auch empfinden es viele als Herausforderungen beim Pflanzen umtopfen, die passende Erde zu finden. In diesem Beitrag möchte ich daher erklären, wie ihr bei der Auswahl von Topf und Erde für eure wertvollen mediterranen Pflanzen vorgehen solltet. Dabei stelle ich mit Lechuza-Töpfen eine interessante und schöne Alternative zu herkömmlichen Töpfen vor.

Mediterrane Pflanzen umtopfen

Die eleganten Lechuza Töpfe -hier der Typ Rondo- passen hervorragend zu mediterranen Pflanzen.

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Topf ist nicht gleich Topf

Besonders im Frühjahr steht bei vielen Pflanzen neben dem Schnitt das Umtopfen an. Anlässe für das Umtopfen kann ein zu groß gewordener Wurzelapparat, verbrauchte Erde oder einfach nur der Wunsch sein, mit neuen Töpfen frischen Wind auf die Terrasse zu bringen. Die Auswahl des richtigen Kübels ist also nicht nur für das Gedeihen der Pflanzen entscheidend, sondern auch für die Gestaltung der Terrasse. Pflanzentöpfe gibt es in jeder erdenklichen Form, Farbe, Größe und in verschiedenen Materialien, wenn man mediterrane Pflanzen umtopfen möchte. Bei der Farbe und Form ist es natürlich eurer persönlichen Präferenz überlassen, für welches Modell ihr euch entscheidet.Aber vor allem sind die Ansprüche der Pflanze für die Auswahl des Topfes wichtig.

Mediterrane Pflanzen umtopfen

Wenn ein Wurzelballen gut durchwurzelt ist wie hier bei einem Mandarinenbaum, muss umgetopft werden.

Mediterrane Pflanzen umtopfen – die Ansprüche der Pflanze

Für die Auswahl des Topfes ist zunächst entscheidend, welche Anforderungen eine Pflanze an den richtigen Topf stellt. Zunächst ist dabei die Größe entscheidend. Ein passender Topf ist immer nur ein wenig größer als der Vorgänger. So hat die Pflanze genügend Halt und muss nicht zunächst den gesamten Topf durchwurzeln. Zentral ist bei den meisten Pflanzen darüber hinaus ein Abflussloch, da sonst Staunässe entsteht. Schließlich ist die Standfestigkeit wichtig, denn draußen droht die eine odere andere Sturmböe, zu leichte Töpfe fallen um. Auch das Material aus dem der Topf ist, spielt eine Rolle. Terracotta isoliert und hält den Ballen kühl. Das kann im Sommer vorteilhaft sein. Im Winter aber verlangsamt sich das Wurzelwachstum. Insofern ist Kunststoff tatsächlich günstiger, weil wärmere Wurzeln mehr Pflanzenwachstum benötigen.

Mediterrane Pflanzen umtopfen

Pflanzgefäße wie hier der Rondo von Lechuza, die praktisch und repräsentativ sind, gehören zum mediterranen Garten unbedingt dazu.

Mediterrane Pflanzen umtopfen – die Bedürfnisse der Gärtnerinnen und Gärtner

Aber auch für die Gärtnerinnen und Gärtner haben bestimmte Töpfe Vor- oder Nachteile, wenn sie mediterrane Pflanzen umtopfen. So spielt das Gewicht eine Rolle, wenn die Kübelpflanzen im Herbst und Frühjahr transportiert werden müssen. Das Material ist relevant für das Gießen – bei Terracotta muss weniger, bei Kunststofftöpfen häufiger gegossen werden. Schließlich kommt es natürlich auch noch auf das Aussehen und den Stil der Töpfe an. Mediterrangärtnerinnen und -gärtner legen natürlich Wert auf besonders schöne Töpfe für wertvolle Pflanzen. 

Das Schöne bei der Auswahl eines Topfes ist, dass es ein großes Angebot und für jeden Geschmack etwas Passendes gibt, wenn man seine Pflanzen umtopfen möchte. Eine sehr interessante Variante sind Lechuza Töpfe, die ich im Weiteren vortellen möchte. Sie überzeugen nicht nur optisch, sondern bieten einige praktische Details, die die Pflanzenpflege und das Umtopfen der Pflanzen erleichtern.

Mediterrane Pflanzen umtopfen

Das Pflanzgranulat PON von Lechuza ist das ideale Drainagematerial.

Warum sind gerade Lechuza Töpfe geeignet?

Lechuza bietet Pflanzgefäße aus Kunststoff an, die nicht nur einen Wasserspeicher haben, sondern auch einen Wasserstandsanzeiger, der die Versorgung der Pflanze mit Wasser erheblich erleichtert. Ihr müsst lediglich eure Pflanze in einen Lechuza Topf einpflanzen und braucht euch keine große Sorge mehr zu machen, ob die Pflanzen zu wenig oder zu viel Wasser bekommt. Die Lechuza-Bewässerungstechnik macht es möglich, dass eure Pflanze sich im eingebauten Wasserreservoir selbst mit der benötigen Menge an Wasser versorgt. Damit wird euch das regelmäßige Gießen erleichtert bzw. abgenommen. Dies hat nicht nur für Vielreisende oder Gartenanfänger Vorteile, sondern besonders für eure Pflanzen, die immer mit der optimalen Wassermenge versorgt werden. Besonders mediterrane Pflanzen können empfindlich sein und je nach Art recht unterschiedliche Mengen an Wasser benötigen. Daher ist das „Selbstbedienungssystem“ von Lechuza besonders hilfreich.

Mediterrane Pflanzen umtopfen

Mit dem Wasserreservoir und Wasserstandsanzeiger sind die Pflanzen lange Zeit versorgt.

Lechuza – drinnen wie draußen ein Vorteil

Ein großer Vorteil der Lechuza Pflanztöpfe ist, dass sie sich für das Haus und den Garten eignen, denn sie sind UV-, frost- und bruchsicher. Durch die eingebaute Überlauffunktion müsst ihr keine Angst vor Staunässe haben. Entscheiden ihr euch für die Außennutzung müsst ihr lediglich eine Schraube im Boden des Pflanzgefäßes und im Boden des Pflanzeinsatzes entfernen, damit das überschüssige Regenwasser ablaufen kann. Die Lechuza Töpfe sind aus Kunststoff, somit sind sie leicht und können flexibel verschoben werden. Das ist besonders bei mediterranen Kübelpflanzen vorteilhaft, da diese im Winter ins Winterquartier gebracht werden müssen. Manche Lechuza-Modelle verfügen auch über praktische Rollen, die das Einwintern zum Kinderspiel machen.

Pflanzen umtopfen mit Lechuza – so wird’s gemacht

Bestellt ihr euch einen Topf bei Lechuza, wird euch das Pflanzgefäß samt Pflanzeinsatz, Erdbewässerungsset und dem speziellen Lechuza-Granulat namens PON geliefert. Bevor ihr mediterrane Pflanzen umtopfen könnt, wird das mitgelieferte PON Pflanzsubstrat auf dem Trennboden des Gefäßes ausgelegt. Das Granulat dient als Transportweg des Wassers aus dem Reservoir zu den Wurzeln der Pflanze. Nachdem diese Pufferschicht eingebracht wurde, kann nach einer weiteren Schicht PON oder gewöhnlicher Pflanzenerde eure Pflanze eingesetzt werden. Anschließend wird der Topf mit Erde oder mit weiteren PON aufgefüllt werden. Bevor das Wasserreservoir die Pflanze mit Wasser versorgen kann, muss sie in den ersten Wochen noch wie gewohntgegossen werden. Diese Zeit nennt man Angießphase, die benötigt wird, damit die Wurzeln der Pflanze PON Granulat erreichen. Ist das geschafft, greift das Lechuza Bewässerungssystem und die Wurzeln ziehen Wasser aus dem Reservoir. Prüft in der Angießphase das Granulat oder die Erde unter der Oberfläche auf Feuchtigkeit und gießt dementsprechend.

Lechuza-Töpfe angießen

Nach einigen Wochen solltet ihr das Wasserreservoir probeweise halb mit Wasser füllen. Wenn der Wasserstand innerhalb der nächsten Tage sinkt, bedeutet es, dass die Wurzeln in das Reservoir gewachsen sind. Füllt nun das Reservoir bis zu der Kennzeichnung „max.“ mit Wasser auf. Ab diesem Zeitpunkt versorgt die Ihre Pflanze selbst mit der Wassermenge, die sie benötigt. Grundsätzlich solltet Ihr das Reservoir nicht direkt nachfüllen, wenn der Wasserstandsmesser die Kennzeichnung „min.“ anzeigt. Das Granulat, welches zu Beginn ausgelegt wurde, besitzt noch ausreichend Feuchtigkeit, um die Pflanze zu versorgen. Je nach Pflanzenart, Standort oder dem Wasserbedarf eurer Pflanze, ist es zusätzlich ratsam eine Trockenphase von 2 bis zu 10 Tagen einzuhalten. Ihr müsst also auch bei Lechuza Töpfen auf die individuellen Bedürfnisse einer Pflanzenart achten, zu denen ihr hier bei Mein mediterraner Garten viele Hinweise bekommt.

Mediterrane Pflanzen umtopfen

Auch nur in PON lassen sich mediterrane Pflanzen wie etwa der Olivenbaum einpflanzen.

Mediterrane Pflanzen umtopfen – weitere Tipps

Da die meisten mediterranen Pflanzen nicht winterhart sind, müssen sie in einem Topf gehalten werden. So wird ermöglicht, dass sie im Winter in einem entsprechend geschütztem Raum überwintern können.

Zeitpunkt und Häufigkeit des Umtopfens

Kübelpflanzen müssen in regelmäßigen Abständen umgetopft werden, denn das Wurzelwachstum füllt den bestehenden Topf irgendwann aus. Sie können nicht wie im Freiland grenzenlos wachsen, denn sie werden von den Kübeln im Wachstum eingeschränkt. Die Häufigkeit des Umtopfens ist daher abhängig vom Wachstum und den Bedürfnissen der Pflanze. Schnell wachende Pflanzen benötigen größere Töpfe, langsam wachsende kleine Töpfe. Einige Pflanzen wie etwa der Agapanthus stehen auch gerne eng im Topf.

Grundsätzlich lässt sich sagen, dass mediterrane Pflanzen alle 2 bis 3 Jahre umgetopft werden sollten, spätestens jedoch, wenn Wurzeln aus den Abflusslöchern schauen. Das Ende des Winters beziehungsweise der Anfang des Frühlings ist der beste Zeitpunkt um seine Pflanzen umzutopfen, denn in dieser Zeit sind die Pflanzen noch im Ruhezustand. Mit dem Beginn der Vegetationszeit und mehr Licht und Wärme können auch die Wurzeln im neuen Topf rasch anwachsen.

Große mediterrane Pflanzen umtopfen

Wenn man im Kübel wachsende mediterrane Pflanzen umtopfen will, kann das manchmal eine echte Herausforderung sein. Pflanzen die 1,80m bis 2,50m groß sind, sollten mindestens zu zweit umgetopft werden. Hier sollte man beachten, dass beim Umtopfen eine Wachstumsbremse eingebaut wird, denn sonst wachsen euch die Pflanzen über den Kopf. Bei der Wachstumsbremse reduziert man den Wurzelballen entweder rundherum um ca. 2cm oder man nimmt ein kleineres Tortenstück heraus. Ein bestehender Topf kann bei einem verkleinerten Wurzelballen weiterverwendet werden. Bei sehr großen Pflanzen kann man das Austopfen auch vornehmen, indem die Pflanze hingelegt wird. Dann kann man sie vorsichtig an stabilen Ästen aus dem Topf ziehen. Das Eintopfen hingegen muss mit einer stehenden Pflanze vollzogen werden, damit die Drainageschicht und auch die Erde gut aufgefüllt werden können.

Entscheidend – Erde und Drainage

Für das Umtopfen benötigt man einen im Durchmesser 4 bis 6 cm größeren Topf als zuvor, denn die Pflanze benötigt mehr Platz zum Gedeihen. Des Weiteren wird neue Erde benötigt. Am besten ist Komposterde geeignet, die ein nährstoffreiches, lebendes Substrat darstellt. Bei trockenheitsresistenten mediterranen Pflanzen wie dem Olivenbaum oder Sukkulenten kann auch statt Erde nur PON verwendet werden. Und schließlich ist eine Drainageschicht hilfreich, die die Pflanze vor Staunässe schützt. Das gelingt, indem die Drainageschicht aus Kies, Schotter oder Lechuzas PON überschüssiges Regenwasser abfließen lässt.

Fotos und Text: Dr. Dominik Große Holtforth

 

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Über den Autor:
post@mein-mediterraner-garten.de

Dr. Dominik Große Holtforth ist Experte für mediterrane Pflanzen und Gärten. Wenn ihr eine persönliche Beratung zur Pflege oder zum Schneiden wünscht, könnt ihr hier eure Frage stellen, der gerne und kurzfristig weiterhilft. Auch in seinem wöchentlichen Newsletter berichtet Dr. Große Holtforth über die mediterrane Pflanzenpflege. Hier geht es zur Anmeldung, die natürlich kostenlos und unverbindlich ist. 

Fragen & Antworten zum Thema
„Mediterrane Pflanzen umtopfen in Lechuza-Töpfen“

  1. Hallo zusammen,
    Ist eher „normale“ Erde oder PON für die folgenden Pflanzen aus Italien zu empfehlen:
    Olivenbaum
    Zitronenbaum
    Oleander
    Vielen Dank und herzliche Grüße,
    Julia Mank

    • Hallo Frau Mank,
      den Olivenbaum können Sie in PON pflanzen, Zitruspflanzen auch. Beim Oleander würde ich -da er mehr Feuchtigkeit und Nährstoffe benötigt- Erde oder eine Mischung aus PON und Erde empfehlen.
      Viele Grüße
      Dominik Große Holtforth

  2. habe mir aus Italien einige Zitrusgewächse sowie einen Olivenbaum, Lorbeerbaum sowie eine Bougainvillia mitgebracht. Leider habe ich ein riesiges Problem damit, dass sich ständig Schildläuse darauf etablieren. Ich habe sie schon abgesammelt hilft nichts. Sprühen (Neudorf) halte ich auch nicht für so gut, da ich eventuell einiges übersehe. Gibt es ein Mittel, was für die Umwelt (Marienkäfer und Co.) nicht schädlich ist und in die Erde kommt? Für eine Antwort danke ich vielmals.
    Mit freundlichem Gruß
    Heike Grude

    • Hallo Frau Grude,
      Sie können den Klassiker einsetzen, ein Gemisch aus Seifenlauge und Wasser (ca. 1/5 als Verhältnis). Weiter könnten Sie Nützlinge kaufen, die sich um die Schildläuse kümmern.
      Gegen die Schildlaus helfen Schlupfwespen.
      Bei weiteren Fragen dürfen Sie sich gerne melden.
      Viele Grüße
      D. Große Holtforth

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