Amanatsu Citrus natsudaidai

Die Amanatsu Citrus natsudaidai – Zitrusrarität aus Japans Süden

Die Amanatsu  ist eine seltene Zitrusart aus dem südlichen Japan, die bei uns nur ambitionierten Sammlern bekannt ist. Sie hat aber einige interessante Eigenschaften, so dass sich die Beschäftigung mit dieser Zitrusvarietät auf jeden Fall lohnt. In diesem Zitrusportrait möchte ich die interessante Zitruspflanze vorstellen und gebe wie immer Pflegetipps. 

Wenn ihr weitere Fragen habt oder eine individuelle Beratung wünscht, könnt ihr euch gerne am Ende des Beitrags melden. 

Amanatus Citrus natusdaidai

Im Sommer versteckt sich die grüne Frucht der Amanatsu im dichten Laub der Krone.

Die Amanatsu – exotischer Zitrus aus dem fernen Osten

Wie die bekanntere Yuzu ist die Amanatsu in Japan eine bekannte Zitrusart oder besser Zitrushybride, die aufgrund ihrer interessanten Eigenschaften recht beliebt ist.

Namen und Verwendung der Citrus natsudaidai

Diese hat sie von ihren „Eltern“, die vermutlich Mandarine und Pampelmuse oder Bitterorange (Citrus aurantium) waren. Ihre Vorzüge sind, dass sie von der Pampelmuse die Größe und von der Bitterorange die geschmacklichen Vorzüge geerbt hat. Wenn die Amanatsu lange am Baum reift, entwickelt sie köstliche Aromen, die bitter, süß und sauer zu gleich sind. Diese Kombination wirkt besonders erfrischend, so dass es keine Überraschung sein dürfte, dass die leicht schälbare Amanatsu im Wesentlichen direkt verzehrt wird. Auch hat ihr die erfrischende Wirkung den Beinamen „Japanische Sommerorange“ eingebracht, Amanatsu heißt übersetzt „Süßer Sommer“. Wie die Bitter- oder Sevilla Orange kann die Citrus natsu daidai aber auch zu Marmelade oder beim Mixen interessanter alkoholischer Getränke verwendet werden, aber auch als Zutat für die Saft-, Eis- oder Weinherstellung ist die Citrus natsudaidai geeignet. Einziger Schönheitsfehler der C. natsudaidai ist, dass sie vergleichsweise viele Samen hat. Als weitere Bezeichnungen der Hybriden sind 

  • Natsu mikan,
  • Natsumikan,
  • Daidai mikan,
  • Amanatsukan,
  • Kawano natsu daidai,
  • Tangerine d’été

dokumentiert. Wer die Amanatsu in Deutschland besichtigen möchte, wird in den Zitrussammlungen des Botanischen Gartens Bonn und des Palmengartens in Frankfurt am Main fündig. 

Amanatsu Citrus natsudaidai

Die reife Frucht ist hellgelb

Winterhärte der Amanatsu

Diese Zitrushybride stammt aus dem südlichen und wärmeren Teil Japans, sie ist also nicht winterhart, dafür aber robuster als so manch geläufigere Zitruspflanze. Es ist etwa ein Exemplar in London dokumentiert, die ganzjährig draußen sind und zuverlässig viele Früchte liefern soll. Sie sollte behandelt werden wie die Bitterorange, die einige Minusgrade mehr aushält als etwa die süße Orange, aber als nicht winterhart gilt.

Die Pflege der Amanatsu

Die Citrus natsudaidai stellt als Zitruspflanze keine besonderen Anforderungen. Wie so häufig ist im Mittelpunkt der Pflege die Wahl des richtigen Standort.

Geeignete Standorte im Sommer

Da Citrus natusdaidai nicht winterhart ist, muss zwischen Sommer- und Winterstandort unterschieden werden. Der Sommerstandort ist unter freiem Himmel vollsonnig und kann auch heiß sein. Hilfreich für besonders angenehme Aromen bei der Amanatsu sind warme Herbsttage, die der Frucht -wie beim Wein– die Süße geben. Je früher die Pflanze im Frühjahr ausgewintert wird und je später die Überwinterung beginnt, desto länger kann sie Sonnenlicht in Zucker verwandeln. 

Amanatsu Citrus natsudaidai

Die Schale der Amanatsu kann man ansehen, dass die Frucht leicht schälbar ist.

Das Überwinterungsquartier

Der Winterstandort der Amanatsu sollte eine Temperatur um die 5° bis höchstens 10° C haben, grundsätzlich natürlich frostfrei sein. Bei einer solchen Temperatur ist die Vegetation eingeschränkt, die Pflanze befindet sich in der Winterruhe, der sogenannten Dormanz. Dennoch benötigt sie Licht, nicht zuletzt auch um Frühjahr frühzeitig wieder die Vegetation zu beginnen. Das ideale Winterquartier hat also große Fenster, durch die viel Licht an die Pflanzen gelangt. Ideal sind Wintergärten, Gewächshäuser oder Orangerien. Da diese aber nicht immer verfügbar sind, sind auch andere unbeheizte Nebenräume mit Fenster möglich. Gänzlich ungeeignet ist leider die Überwinterung in einem warmen Wohnraum. Hier passt das Temperatur-Lichtverhältnis nicht zum botanischen Programm der C. natsudaidai. 

Das richtige Gießen

Als Kübelpflanzen brauchen Zitruspflanzen hierzulande ein besonderes Augenmerk beim Gießen und Düngen. Sie müssen regelmäßig mit Wasser versorgt werden, allerdings sind sie keine „Säufer“. Wichtig ist, dass vor einer nächsten Wassergabe die Erde bis runter in tiefere Schichten abtrocknet. Das kann am Besten mit einem Feuchtigkeitsmesser geprüft werden. Diese Geräte haben eine lange Sonde, die bis tief in die Erde gesteckt werden kann, um die Feuchtigkeit zu messen. Als Gießwasser kann übrigens auch kalkhaltiges Wasser verwendet werden. Frühere Auffassungen, dass Zitruspflanzen nur kalkarmes Wasser vertragen, sind durch eine Studie der Forschungsstelle Geisenheim widerlegt worden. 

Die Düngung

Auch für die Düngung von Citrus natsudaidai und anderen Zitruspflanzen hat Dr. Molitor aus Geisenheim hilfreiche Forschungsergebnisse erzielt. Bei den Hauptnährstoffen ist wichtig, dass der Phosphatanteil gering, dafür der Stickstoffanteil höher ist. In der bekannten NPK-, also Stickstoff-Phosphat- und Kalium-Zusammensetzung, ist das ideale Verhältnis 1: 0,3: 0,8. Aber auch 1 : 0,5 : 1 ist ein funktionierendes Nährstoffverhältnis. Neben den in einem richtigen Verhältnis stehenden Hauptnährstoffen sind Spurenelemente für die Versorgung der Pflanzen wichtig. Wichtig sind 

  • Magnesium
  • Eisen
  • Kupfer
  • Zink
  • Bor
  • Molybdän
  • Mangan. 

Der Dünger wird einmal wöchentlich nur in der Vegetationszeit von Mai bis August verabreicht. Bei der Dosierung geben die Angaben des Herstellers Orientierung, aber natürlich ist auch ein gewisses Fingerspitzengefühl erforderlich. Wächst die Pflanze schlecht, sollten zuerst die Ursachen erforscht werden. Nicht immer sind fehlende Nährstoffe das Problem, häufig auch fehlendes Licht und fehlende Wärme. Bei der Düngung darf nicht vergessen werden, die Pflanze regelmäßig umzutopfen. Wird dieses unterlassen, kommt es langfristig zur Überkonzentration mit einzelnen Nährstoffen, also zu einer Überdüngung

Umtopfen 

Auch wenn Zitruspflanzen nicht sehr stürmisch wachsen ist ein regelmäßiges Umtopfen nötig, da sich im Kübel die Erde nicht regenerieren kann. Alle zwei bis drei Jahre sollte man der Pflanze also einen neuen Topf und vor allem neue Erde verpassen. Der neue Topf ist nur wenige Zentimeter, etwa 4 cm, im Durchmesser größer als der Vorgänger. So behält die Pflanze ihren Halt. Für die Erde sollte man ein strukturstabiles, aber durchlässiges Substrat verwenden. Eine Mischung aus Garten- oder Pflanzerde, Kokosfasern, etwas Quarzsand und einem Drainagematerial, haben sich in der Praxis bewährt. Der ideale Zeitpunkt für das Umtopfen ist das frühe Frühjahr. 

Die Überwinterung

Die Überwinterung beginnt rechtzeitig vor dem Frost, aber nicht zu früh. Im kühlen Winterquartier braucht die Amanatsu kaum Pflege, es reicht die in der Erde üblicher Weise vorhandene Restfeuchte. Wichtig ist die regelmäßige Kontrolle auf Schädlinge, die im Winter auftauchen kann. Die Überwinterung endet mit der Frostperiode im April oder spätestens Anfang Mai. Beim Rausstellen müsst ihr auf Sonnenbrand bei der Pflanze achten. Daher muss das Rausstellen an einem bedeckten Tag erfolgen. 

Schnitt

In der Regel braucht die Amanatsu keinen Schnitt. Abgestorbene Äste oder Blätter sollte man immer sofort entfernen. Nur wenn die Krone ungleich gewachsen ist, sollte man moderat und behutsam die äußere Form der Krone in Form schneiden. Der Zeitpunkt für diesen Erziehungsschnitt ist das frühe Frühjahr. 

Fotos und Text: Dr. Dominik Große Holtorth

 

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Zitronenernte

Das Einmaleins der Zitronenernte – wann und wie ihr eigene Zitronen ernten könnt

Wer selbst Zitronen ernten möchte, kann das auch hierzulande tun. Wie die eigene Zitronenernte gelingt, möchte ich in diesem Beitrag erklären. Dabei geht es um den Zeitpunkt, wann Zitronen reif sind, die richtige Erntemethode und die passende Pflege für viele saftige Zitronen am  eigenen Zitronenbaum. 

Wenn ihr weitere Fragen habt oder eine individuelle Beratung wünscht, könnt ihr euch gerne am Ende des Beitrags melden. 

Zitronenernte

Bei kühlen Temperaturen werden die Zitronen gelb.

Zitronen, Feigen, Oliven – mediterranes Obst im eigenen Garten

So mancher Urlaub in Spanien, Italien, Griechenland oder Südfrankreich inspiriert uns, den eigenen Garten mediterran zu gestalten. Zum mediterranen Garten gehört natürlich auch mediterranes Obst wie Feigen, Granatäpfel, Oliven, und schließlich Zitrusfrüchte wie Zitronen, Orangen, Mandarinen und Limetten. Bei diesen und anderen Obstpflanzen sind Ernteerfolge möglich, wenn die Ansprüche der Pflanzen beachtet werden. Wärme, aber vor allem direkte Sonne wird benötigt, damit ausreichend Zucker gebildet werden kann, damit die Früchte reichlich wachsen und süß werden.

Makro- und Mikrostandort für die Zitronenernte

Es hängt also vor allem vom Standort ab, ob die Feigen- oder Zitronenernte gelingt. Beim Standort werden zwei Bereiche unterschieden. Der Makrostandort ist die Region, in der ihr wohnt. Die Bedingungen des Makrostandorts können nicht ohne weiteres verändert werden. Wenn ihr in einer milden Region lebt, dann seid ihr natürlich im Vorteil. Aber auch in kälteren Regionen lassen sich Vorkehrungen treffen, um erfolgreich mediterranes Obst zu kultivieren. Solche Vorkehrungen betreffen den Mikrostandort.

Zitronenernte

Auch an einem sonnigen Fensterplatz oberhalb eines Wärmeabstrahlenden Daches kann es einem Zitronenbäumchen gefallen.

Wo genau platziert ihr eure mediterranen Obstpflanzen wie den Zitronenbaum? Dabei ist wichtig, dass er möglichst lange direkte Sonne erhält. Schaut euch genau über den Tagesverlauf und zu verschiedenen Jahreszeiten an, ob und wann die Sonne bei den Zitronenblättern ankommt. Die Blätter müssen direkt beschienen werden, diffuses Streulicht reicht für eine üppige Zitronenernte nicht aus. Der zweite Faktor ist die Wärme. Sie kommt mit der Sonne, aber wenn diese Abends weg ist, ist wichtig, dass eine gewisse Restwärme bleibt. Das erreicht man mit ein- oder mehrseitig geschützten Standorten. Eine Rückwand und/oder eine Überdachung sind ideal, um Wärme zu speichern und auch nachts an den Zitronenbaum abzugeben. 

Saftig und sauer – so gelingt die eigene Zitronenernte

Die Zitrone ist ein wahrer Alleskönner in der Küche. Vom Eis bis hin zu süßen Backspeisen, der Vitaminspender verfeinert durch die Säure jedes Essen. Was aber nur wenige wissen: ein Zitronenbaum kann als mediterraner Hausbaum regelmäßig Zitronen liefern und je nach Größe eine ganze Familie versorgen. Frische eigene Bio-Zitronen zu haben – hört sich das nicht fantastisch an?

Wie kann man Bio-Zitronen ernten?

Unter Bio-Zitronen versteht man in erster Linie Zitronen, die nicht mit chemischem Pflanzenschutz behandelt wurden. Es liegt also an euch als „Citronier“ -so die französische Bezeichnung für Zitronenbauern- ob ihr Pflanzenschutz einsetzt oder nicht. Ich empfehle auf chemischen Pflanzenschutz zu verzichten, denn nur dann könnt ihr die Zitrone bedenkenlos vollständig verwenden, also auch die besonders aromatische Schale. Keine „Bio-Zitronen“ sind übrigens die Zitronen, die beim Kauf am Baum sind. Zitronenbäume, die hierzulande im Handel angeboten werden, kommen in der Regel aus Baumschulen aus dem Mittelmeerraum. Dort werden die Pflanzen als Zierpflanzen produziert, dh. in der Produktion wird meistens auch Pflanzenschutz eingesetzt. Also sind die Früchte, die beim Kauf am Baum sind, nicht „Bio“. Die eigene, unbehandelte Zitronenernte könnt ihr aber unbeschwert genießen. Doch wann kann geerntet werden?

Zitronenernte

Eine bereits befruchtete Zitronenblüte – der dicke Stempel in der Mitte ist bereits ein Fruchtansatz.

Wann kann man Zitronen ernten? 

Vierjahreszeiten-Zitronen, die als Sorte dominieren, bilden während des gesamten Jahres Blüten, aus denen Zitronen werden, vorausgesetzt die Temperatur liegt im 2stelligen Bereich. Auch das Licht muss ausreichen. Insofern hat man bei der Zitronenernte nicht eine Ernte -etwa wie bei Apfel- oder Kirschernte- sondern kann laufend nachgewachsene Zitronen ernten. Schwerpunkt der Blüte ist natürlich das mittlere Frühjahr, also vor allem der Wonnemonat Mai. Ein weiterer Schwerpunkt ist der Spätsommer im August und Anfang September. Im Hochsommer, wenn es heiß ist, und auch im frühen Frühjahr oder späten Herbst treten nur noch vereinzelt Blüten auf. Die Reifezeit hängt vom Wetter und von der Gesundheit der Zitrone ab. Ihr könnt ca. von 9 bis 12 Monaten ausgehen. Wenn die Zitrone überwintert, dauert es eher 9 Monate, wenn sich die Frucht schon im frühen Frühjahr bildet und der Sommer warm ist, reichen auch 9 Monate. Doch wann genau ist die Zitrone reif? 

Zitronenernte

Reife Zitronen sind lange haltbar und sehen -auch als „Mobile“ sehr schön aus.

Wann ist eine Zitrone reif? 

Reif ist die Zitrone, wenn die Schale glänzt und unter leichtem Druck nachgibt. Ein weiter wichtiges Zeichen ist, dass die Zitrone ausgewachsen ist. Sie sollte also eine übliche Größe erreicht haben und seit einiger Zeit nicht mehr gewachsen sein. Die Farbe der Zitrone sagt übrigens nichts über die Reife aus, sie gibt lediglich an, bei welcher Temperatur die Zitrone reifte. So können durchaus auch grüne Zitronen reif sein. Gelb werden die sauren Früchtchen erst mit den kühleren Nächten. Wenn ihr einen Zitronenbaum in einem mild temperierten Wintergarten haltet, wo die Temperatur dauerhaft im zweistelligen Bereich ist, reifen die Zitronen ohne gelb zu werden. 

Wie werden Zitronen geerntet? 

Zitronen lassen sich nicht ohne Weiteres vom Baum pflücken. Ihr Stiel ist fest mit dem fruchttragenden Ast verbunden. Erst nach sehr langer Zeit lässt der Ast „locker“ und die überreife Zitrone fällt ab. Solange solltet und müsst ihr aber nicht warten. Fallobst sollte bei der Zitrone keine Rolle spielen, denn dann ist die Zitrone meistens schon überreif und nur noch bedingt genießbar. Zitronen werden wie die meisten Zitrusfrüchte mit der Schere vom Baum geschnitten. Dabei schneidet ihr direkt an der Frucht ab. Die Zitrusernte ist also nicht kompliziert, allerdings müsst ihr darauf achten, dass ihr nicht gestochen werdet. Citrus limon, der Zitronenbaum, hat bis zu zwei Zentimeter lange Dornen, die aber je nach Pflanze und Sorte unterschiedlich lang ausfallen können. Besonders lang und stark sind die Dornen der Zedratzitronen Citrus medica. Wenn viele Dornen am Baum sind, ist es also empfehlenswert, bei der Zitronenernte Handschuhe zu tragen. 

Zitronenernte

Die robusten Zitronen können problemlos in Kisten gelagert und transportiert werden.

Wie sollen Zitronen gelagert werden? 

Wenn die Zitronenernte üppig ausfällt, kann es sein, dass ihr sie lagern müsst. Zitronensaft benötigt ihr ja selten in rauen Mengen. Bei der Lagerung müsst ihr unbedingt bedenken, dass ihr keine behandelten Supermarktzitronen habt. Supermarktzitronen -sofern sie nicht Bio sind- sind mit Fungiziden oder auch anderen Pflanzenschutzmitteln behandelt, damit die Früchte nicht schimmeln oder faulen. Das solltet ihr bei euren Bio-Zitronen nicht tun. Allerdings müsst ihr entsprechend darauf achten, dass die Zitronen eben keinen Schimmel bilden oder frühzeitig faulen. Daher solltet ihr die Zitronen nach der Ernte mit Wasser abspülen, um Pilzsporen zu entfernen. Danach ist der Aufenthaltsort der Kühlschrank, wo die Zitronen mehrere Wochen oder Monate lagern können. 

Zitronenernte – so blühen und wachsen die Zitronen

Bei der Zitrone wird aus jeder Blüte eine Frucht. Blüten bilden sich bei den Vier-Jahreszeiten-Zitronen während der gesamten Terrassenzeit.

Blüte und Befruchtung bei den Zitronen

Noch bevor das letzte Blütenblatt abgefallen ist, findet die Befruchtung statt. Diese kann durch einen Bestäuber wie eine Biene erfolgen. Wenn aber die Bestäuber ausbleiben, findet eine Selbstbefruchtung statt. Es bildet sich also aus jeder Blüte ein Fruchtansatz. Ist die Blüte besonders üppig, kann auch ein kleines Bäumchen viele Fruchtansätze tragen. Hintergrund ist, dass unsere Zitronenbäume in aller Regel veredelt sind. Das bedeutet, dass auf eine junge Wurzelunterlage ein Edelreis von einer älteren Pflanze gepropft wird. Es kann daher dazu kommen, dass euer Zitronenbäumchen mehr Fruchtansätze bildet, als es versorgen kann. In diesem Fall werden einige Ansätze abgeworfen. Übrig bleibt die Menge an Zitronen, die die Wurzeln versorgen  können. 

Zitronenernte

Der Fruchtansatz einer Zitrone

Wachstum und Reife der jungen Zitronen

Nachdem sich Fruchtansätze am Zitronenbaum gebildet haben, wachsen diese langsam aber beständig heran. Man kann nicht sagen, dass man den Zitronen beim Wachsen zusehen kann. Wichtig für die Blüten- und Fruchtbildung sind vor allem viele Sonnenstunden, die der Zitrone Wachstumsenergie geben. Aber auch die Temperatur spielt eine wichtige Grundlage, denn als Pflanzen sind Zitronenbäume natürlich „wechselwarm“, dh. der gesamte Stoffwechsel hängt von der Temperatur ab. Eine Wachstumspause gibt es übrigens, wenn es sehr warm ist. Ideal für das Zitronenwachstum sind Temperaturen im warmen, nicht heißen Bereich um 25° C. 

Zitronenernte

Junge Zitronen sind schlank und grün.

Zitronenernte – die Pflege der Zitronenpflanzen

Zum Schluss eine Kurzanleitung für die Pflege des Zitronenbaums: Ein Zitronenbaum ist nicht winterhart. Daher müsst ihr ihn in einen Kübel pflanzen. Der Zitronenbaum überwintern am Besten in einem kühlen und hellen Winterquartier. Vom frühen Frühjahr bis in den Herbst benötigen Zitronenbäume einen sonnigen Platz auf Terrasse und Balkon. Ihr solltet die Zitrone immer nur dann gießen, wenn die Erde -auch im unteren Bereich des Topfes- abgetrocknet ist. Die Erde im Topf sollte durchlässig und strukturstabil sein. Ca. alle zwei bis drei Jahre wird umgetopft. Ihr müsst den Zitronenbaum schneiden, wenn ein Ast oder Zweig abgestorben ist oder die Krone ungleichmäßig wächst. Da ein Zitronenbaum durchaus zu üppigem Wachstum in der Lage ist, ist eine jährlich moderate Korrektur des Kronenwachstums beim Zitronenbaum durchaus sinnvoll. 

Ausführliche Pflegeanleitungen zum Zitronenbaum, aber auch zu anderen Zitrus- und mediterranen Pflanzen findet ihr hier auf „Mein mediterraner Garten“. 

Fotos und Text: Dr. Dominik Große Holtforth

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Land, wo die Zitronen blühen

Italien – das Land, wo die Zitronen blühen

„Kennst Du das Land, wo die Zitronen blühen“, so beginnt Goethes berühmte Hommage an Italien. Was also liegt näher, als die Zitrusgärten in Bella Italia zu bereisen. Von Norden nach Süden, vom Gardasee bis zum Aetna, gibt es noch heute eine reiche Zitruskultur, die nicht nur für Orangeriegärtner eine große Faszination haben. In diesem Beitrag nehme ich euch mit in das Land, wo die Zitronen blühen und zeige die schönsten Zitrusgärten und Zitrusgebiete Italiens. 

Wenn ihr weitere Fragen habt oder eine individuelle Beratung wünscht, könnt ihr euch gerne am Ende des Beitrags melden. 

Land, wo die Zitronen blühen

Bella agrumi del‘ Italia – ein Zitronenbaum in voller Pracht

Italien und Zitrus

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yuzu frucht nah

Die Yuzu Pflanze – ein winterharter Zitronenbaum für fast jeden Garten

Die Yuzu ist eine herrlich exotische Zitrusfrucht, die auch deshalb interessant ist, weil die Yuzu Pflanze unter bestimmten Bedingungen winterhart ist. In diesem Beitrag möchte ich die Yuzu Pflanze vorstellen. Ihr findet Tipps zur Pflanzung und zur Pflege dieser interessanten Zitrusart. 

Wenn ihr weitere Fragen habt oder eine individuelle Beratung wünscht, könnt ihr euch gerne am Ende des Beitrags melden. 

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Den Orangenbaum gießen – so klappt es mit der Orangenernte

Orangenbaumbesitzern stellt sich schon rasch die Frage, wie sie den Orangenbaum gießen müssen. Die Antwort auf die Frage ist zwar kein Buch mit sieben Siegeln, das Gießen erfordert aber einiges Fingerspitzengefühl. In diesem Beitrag möchte ich von meinen Erfahrungen in der Pflege der Orangenbäume berichten und zeigen, wie ihr euren Orangenbaum gießen solltet. 

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Orangenbaum gießen

Bei guter Pflege trägt der Orangenbaum Früchte aus mehreren Generationen.

Wissenswertes zum Orangenbaum

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Orangenbäumchen kaufen

Ein Calamondin Orangenbäumchen kaufen – Tipps für Pflege und Kauf

Orangenbäumchen mit ihren zahlreichen dekorativen Früchten erfreuen sich großer Beliebtheit. Nur wenige wissen, dass es sich bei den als „Orangenbäumchen“ angebotenen Pflanzen um Calamondin handelt. Die gute Nachricht ist: Calamodin Orangenbäumchen sind pflegeleichte und robuste Zitruspflanzen für Jedermann. In diesem Beitrag erfahrt ihr alles Wichtige zur Pflege und was sonst noch zu beachten ist, wenn ihr ein Calamondin Orangenbäumchen kaufen möchtet. 

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Der Calamondin – kleines Bäumchen mit tollen Qualitäten

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Zitruspflanzen

Zitruspflanzen – tolle Früchte und Pflanzen für jeden Geschmack

Zitruspflanzen sind die Krönung einer jeden Gärtnerkarriere. Die traditionsreichen Pflanzen begeistern mit aromatisch duftenden Blüten, leckeren Früchten, die auch noch toll aussehen, und edlem Laub. 

In diesem Beitrag möchte ich von meinen Erfahrungen und Erlebnissen mit Zitruspflanzen berichten. Wer eine eigene Zitrussammlung auf- und ausbauen will, dem möchte ich das tolle Zitrussortiment von Lubera empfehlen, das viele großartige Raritäten bereithält. 

Wenn ihr weitere Fragen habt oder eine individuelle Beratung wünscht, könnt ihr euch gerne am Ende des Beitrags melden. 

Zitruspflanzen

Im Mittelmeerraum wachsen Zitronen besonders üppig.

Zitruspflanzen für Einsteiger

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Zitronenbaum Frost

Wenn der Zitronenbaum Frost abbekommen hat – Frostschäden bei mediterranen Pflanzen

Wenn ein Zitronenbaum Frost abbekommen hat, ist die Sorge groß, dass die Pflanze nennenswert geschädigt wurde. Damit ihr das Frostrisiko besser einschätzen könnt, möchte ich in diesem Beitrag einen Überblick über Frostschäden und Frosttoleranz beim Zitronenbaum und anderen mediterranen Pflanzen geben. Außerdem gebe ich Hinweise, wie ihr Frostschäden bei empfindlichen Pflanzen behandeln müsst, damit sie auch weiterhin wachsen und gedeihen. 

Wenn ihr weitere Fragen habt oder eine individuelle Beratung wünscht, könnt ihr euch gerne am Ende des Beitrags melden. 

Zitronenbaum Frost

Zum Glück verträgt der Mittelmeerschneeball auch mäßigen Frost.

Frost ist nicht gleich Frost

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Citrus aurantifolia

Citrus aurantifolia – die mexikanische Limette

Für viele ist sie die echte Limette – die Mexikanische Limette Citrus aurantifolia. Tatsächlich liefert sie die runden, grünen Limetten, die viele Cocktails oder erfrischende Süßspeisen garnieren. Wenn Ihr eigene Limetten von der  Citrus aurantifolia ernten wollt, solltet ihr einige Besonderheiten der Pflege beachten. Diese möchte ich in diesem Beitrag erklären und auch zeigen, warum Limetten nicht immer grün sind. 

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Wissenswertes über Citrus aurantifolia

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Microcitrus australasica

Die Fingerlimette Microcitrus australasica -„Kaviar“ aus Australien

Unter den Zitruspflanzen ist die Fingerlimette mit dem botanischen Namen Microcitrus australasica eine echte Besonderheit. Vor allem ihr aromatisches, an weißen Kaviar erinnerndes Fruchtfleisch macht diese Limettenart so beliebt. Aber natürlich ist das Aroma der Fingerlimette alles andere als Fisch: es bietet herrlich fruchtige Geschmacksnoten. In diesem Beitrag findet ihr Informationen, wie ihr die Fingerlimette pflanzen und pflegen müsst. 

Wenn ihr weitere Fragen habt oder eine individuelle Beratung wünscht, könnt ihr euch gerne am Ende des Beitrags melden. 

Wissenswertes über Microcitrus australasica

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