Quinta da Regaleira

Der Garten der Quinta da Regaleira – verspielter Gartentraum in Portugal

Die Quinta da Regaleira ist eine wunderschöne Garten- und Palastanlage im portugiesischen Sintra. Im Garten der Quinta da Regalreia finden die Besucher nicht nur herrliche Pflanzen sondern eine Vielzahl von Überraschungen und botanischen Entdeckungen. Kommt mit auf einen Besuch in diesen herrlichen, verträumten und verwunschenen Garten. 

Wenn ihr eine Beratung wünscht oder weitere Fragen habt, könnt ihr diese hier stellen. Aktuelle Pflegetipps für den mediterranen Garten liefert mein Newsletter „Neues aus dem Mediterranen Garten“, zu dem ihr euch kostenlos und unverbindlich anmelden könnt.

Quinta da Regaleira

Edler Figurenschmuck gehört ebenso zum Garten der Quinta wie herrliche Pflanzen.

Sintra liegt in der Nähe von Lissabon und war über Jahrhunderte der Sommersitz der portugiesischen Könige aber auch adliger und wohlhabender Familie ihren Sommersitz hatten. Dieser wunderbare Ort, der zum Weltkulturerbe der UNESCO gehört, ist gut von Lissabon aus zu erreichen und mindestens einen Tagesausflug wert. 

Wissenswertes zur Quinta da Regaleira

Die Anlage, bestehend aus dem Palais, einer Kapelle, Neben- und Wirtschaftsgebäuden sowie dem Park mit vielen kleinen und großen baulichen Überraschungen entstand Ende des 19. Jahrhunderts als Sommersitz des Millionärs Antonio Augusto Carvalho Monteiro. Seinen Namen hat das Anwesen von der Familie Regalreira, die das Grundstück vorher besessen hat. Monteiro engagierte den italienischen Architekten Luigi Manini, der ihm dabei helfen sollte, seine Interessen und Wertvorstellungen in der Gestaltung und Architektur umzusetzen. Dass das gelungen ist, beweist noch heute ein nur selten kitschig wirkender Stilmix aus Gotik, Renaissance und Manuelinik, der in vielen Elementen auf Alchemie, Tempelrritter und Rosenkreuzer hinweist. Hauptattraktion der 4 Hektar großen Anlage sind aber die verschlungenen Pfade, Grotten, Tunnel und Wasserspiele, die einen Besuch nicht nur für Garteninteressierte zu einem besonderen Erlebnis machen. 

Durchgang durch den Park der Quinta da Regaleira

Der Eingang in den Park erfolgt oberhalb des Palais auf Höhe der früheren Stallungen, die jetzt als Eintrittsgebäude dienen. Nach Bezahlung des erträglichen Eintrittsgeldes kommt man in den Park, in dem zunächst dichte Bewaldung den im portugiesischen Klima hoch willkommenen Schatten spenden. Schön und informativ gestaltete Gartenpläne helfen, sich in der großen Anlage zurechtzufinden. Ein Rundweg führt die Besucher vom oberen Teil des am Berghang gelegenen Parks in die unteren Bereiche.

Wasserfall und Initiationsbrunnen

Als erstes kommen die Besucher an einem künstlichen Wasserfall vorbei, der oberhalb einer verwunschenen Grotte liegt. In diese kann man über einige Trittsteine im Teich gelangen, um von der Grotte in ein Tunnelsystem zu gelangen. Dieses Tunnelsystem gehört zu den Überraschungen des Parks der Quinta da Regalreia. Man gelangt durch dieses unterirdische Labyrinth über einen Abzweig wieder auf den Weg zurück, ein anderer Abzweig führt aber zu einem ganz besonderem Bauwerk: Dem Initiationsbrunnen. 

Quinta da Regaleira

 Initationsbrunnen (Initiation well)

Es handelt sich um einen Scheinbrunnen, der offenbar für Initiationsriten im Kontext von Monteiros Interessen wie etwa Tarot oder Tempelritter vorgesehen war. Man findet am Boden des Brunnens also kein Wasser, dafür aber eine tolle Aussicht nach oben. Dorthin führt auch eine Wendeltreppe, die den Besucher zu einem höheren Punkt des Geländes führt. 

Quinta da Regaleira

Turm von Regaleira

Wächtertor und Fontaine von Regaleira

Von dort schlängelt sich der Weg wieder herunter, vorbei an Terrassen und Türmchen, die jeweils wunderschöne Ausblicke auf die Gartenanlage und die Stadt Sintra bieten. 

Quinta da Regaleira

Tor der Wächter

Im mittleren Bereich findet sich die Terrasse mit dem „Tor der Wächter“, das wiederum eine Grottenanlage ist, bei der zwei Echsen- oder Drachenskulpturen die „Überwachung“ übernommen haben. Zwei herrliche Baumfarne bilden die grüne Umrahmung des Wächtertors.  

Im Stil italienischer Renaissancegärten findet sich weiter unten eine hübsche Brunnenanlage, die Fontaine von Regaleira. Mosaike, Pilaster und andere Skulpturen erinnern an die klassische Architektur des alten Roms, ganz im Stil der Renaissance. 

Quinta da Regaleira

Die Fontaine von Regaleira

Orangerie und Kapelle

Etwas versteckt aber dennoch fester Bestandteil des Rundgangs bildet die Orangerie. Diese besteht aus Gewächshäusern mit weißen gusseisernen Streben und einer gemauerten Fassade. 

Quinta da Regaleira

Orangerie von oben

Diese ungewöhnliche Bauweise kann man sich in Portugal leisten, wo Sonnenlicht keineswegs limitiert ist. In der Orangeriefassade gewähren schmale Fenster Einblicke in die Gewächshäuser.  

Quinta da Regaleira

Orangerie

Der grobe Naturstein der Orangeriefassade gibt einen wunderbar mediterranen Hintergrund für dekorative Pflanzen und Elemente an der Fassade. 

Quinta da Regaleira

Monstera Grotte

Etwas später gelangt man zum Kapellenplatz, der ganz von einer Grotte geprägt ist, die von großen und üppigen Monsterapflanzen umrahmt wurde. Als ich den Park besucht habe, hatte ich das Glück, Monsterablüten zu sehen. 

Quinta da Regaleira

Die Blüte der Monstera

Neben der Monsterablüte erwartet die Besucher eine hübsche kleine Kappelle, die eine Reminiszenz an die manuelinische Gotik ist. Diese durch eine reiche Verzierung geprägte Stil fügt sich ganz in die auf Geheimnisse und mysteriöse Situationen ausgerichtete Gartengestaltung in der Quinta da Regaleira ein.  Das Innere der Kapelle steht für eine etwas inbrünstige Religiösität und ist eine der wenigen Bereiche, die ein wenig kitschig erscheinen. 

Quinta da Regaleira

Kapelle

Unterhalb des Kapellenplatzes kommt man auf as Gartenparterre, wo wieder Baumfarne, aber auch große Bananenstauden, Kamelien und Auraucarias für eine subtropisch-mediterrane Vegetation sorgen. 

Quinta da Regaleira

Garten

Das Nebeneinander von Gehölzen, Palmen und Bananen verleiht dem Garten einen Ausdruck von tropischer Üppigkeit und wilder Vegetation, die sehr schön zu den vielen Geheimnissen des Gartens passt. 

Quinta da Regaleira

Bananenstauden

Wenn man das Gartenparterre erreicht hat, öffnet sich auch endlich der Blick auf das Palais, das sich harmonisch in die Gestaltung des Gartens einfügt. Das dreigeschossige Gebäude verfügt über eine vielfältig dekorierte und durch Balkone, Galerien und Türme bereicherte Schmuckfassade. Das Palais lässt sich auch von innen besichtigen. Dort erfährt man Einiges über die Entstehungsgeschichte, den Bauherren Monteiro und den Architekten Manini. 

Quinta da Regaleira

Blick aufs Palais

Wir wenden uns aber erst noch einmal vom Palais ab und genießen die herrlichen Pflanzen. Im Herbst und Winter leuchten vor allem die Strelitzien um die Wette und erste Kamelienblüten setzen helle und farbige Leuchtpunkte in eher schattigen Bereichen. 

Quinta da Regaleira

Strelitzien

Unterhalb des Gartenparterres schließt ein reicht mit Skulpturen geschmückte Terrasse das Gelände ab und bietet für Flaneure so manche botanische Überraschung und schöne Blickpunkte. 

Quinta da Regaleira

Terrasse Skulpturen

Das Ende der Skulpturengalerie wird von einer Löwenskulptur geprägt, der majestätisch auf das Palais blickt. Auch diese Figur gibt dem Garten ein märchenhaftes Flair.  

Quinta da Regaleira

Löwenskulptur

Die sonstigen Skulpturen entsprechen klassischen Motiven griechischer oder römischer Götter, Halbgötter und Helden wie in auf diesem Foto der Weingott Bachus. 

Quinta da Regaleira

Statue Terrasse

Der untere Ausgang, der vom Gelände führt, ist das Principaltor, das von einem manuelinischen Baldachin gekrönt ist. Hier endet der Besuch …

Quinta da Regaleira

Principaltor

mit einem besonders schönen baulichen Element …

Quinta da Regaleira

Prinzipaltor

… es sei denn, man besucht noch das Restaurant der Quinta da Regaleira und genießt dort neben dem Löwenbrunnen ein erfrischendes Getränk. 

Quinta da Regaleira

Löwenbrunnen im Restaurant

Fotos und Text: Dr. Dominik Große Holtforth

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Maurische Gärten

Maurische Gärten in Andalusien – Ursprünge mediterraner Gartenkunst

Maurische Gärten sind der Ursprung mediterraner Gartenkunst und faszinieren noch heute. Besonders in Andalusien lassen sich heute noch großartige maurische Gärten bewundern. Warum die Gartenkunst der Mauren noch heute von Bedeutung ist und was wir von den maurischen Gartenarchitekten lernen können, möchte ich in diesem Beitrag zeigen. 

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Die Geschichte der maurischen Gärten in Andalusien

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Botanischer Garten München

Der Botanische Garten München – fantastische Flora in Nymphenburg

Der Botanische Garten München-Nymphenburg zählt zu Recht zu den bedeutendsten Botanischen Gärten der Welt. Nicht nur die große Pflanzenvielfalt in einer herrlichen Anlage sondern auch die unmittelbare Nachbarschaft zu Schloss und Park Nymphenburg machen den Botanischen Garten München zu einem lohnenswerten Ausflugsziel. In diesem Beitrag möchte ich euch den Garten und seine verschiedenen Bereiche vorstellen und praktische Tipps für einen Besuch geben. Mein Dank gilt dem Botanischen Garten München-Nymphenburg, mit dessen freundlicher Genehmigung die Veröffentlichung der Bilder der Gartenanlage erfolgen kann. 

Botanischer Garten München

Vor dem Botanischen Institut beginnt die Blütenpracht.

Wissenswertes zum Botanischen Garten München

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Bienenfreundlicher Garten

Ein bienenfreundlicher Garten – Tipps für mehr Natur und Leben

Ein bienenfreundlicher Garten hilft nicht nur Bienen, sondern auch vielen anderen Insekten und Tieren. In diesem Beitrag erfahrt ihr, wie ihr auch einen mediterranen Garten bienenfreundlich gestalten könnt. Dazu gehört die Auswahl der richtigen Pflanzen, das Angebot von Lebensraum und der Verzicht auf chemischen Pflanzenschutz. Natürlich erkläre ich auch, warum ein bienenfreundlicher Garten so wichtig ist. 

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Bienenfreundlicher Garten

Auch Wildbienen saugen Nektar aus Zitrusblüten, hier von einem Kumquat.

Ein bienenfreundlicher Garten – das spricht dafür

Es gibt viele Gründe, etwas für die Bienen und Insekten im Garten zu tun. Leider schreitet die Zerstörung der natürlichen Umwelt durch den Menschen immer weiter voran. Aber gerade Gärten können ein Refugium sein, wo Natur erhalten bleibt und erlebt werden kann. Vor allem Bienen sind in den letzten Jahren immer mehr in Bedrängnis gekommen. Flächenversiegelung durch Straßen- und Hochbau, der Einsatz von Pflanzenschutz in der Landwirtschaft sowie immer künstlichere Monokulturen in Feldern und Gärten haben die Lebensgrundlage der Bienen zunehmend reduziert. Hinzu kommen Erkrankungen, die zu einem regelrechten Bienensterben geführt haben.

Bienenfreundlicher Garten

Mediterranes Flair und Nahrung für Bienen – die Mariendistel

Aber nicht nur Bienen haben unter dem Verlust einer naturbelassenen Umwelt zu leiden. Anfang 2016 alarmierte der NABU mit dramatischen Zahlen zum Rückgang der Insektenpopulation. Diese war z.B. in Nordrhein Westfalen um 80% zurück gegangen. Noch vor wenigen Jahren war es normal, dass im Sommer die Windschutzscheiben nach einer Autofahrt von Insekten gereinigt werden mussten. Im letzten Jahr war das nicht mehr der Fall. Mit den Insekten verschwinden aber auch die Vögel, denn Insekten sind ein wichtiger Teil der Nahrungskette. Bei den letzten Vogelzählungen, die ebenfalls vom NABU durchgeführt wurden, gab es überdeutliche Hinweise auf einen Rückgang bei den heimischen Vogelarten.

Naturnaher Garten

Schutz und Rückzugsmöglichkeiten sind wichtige Voraussetzungen für Lebensräume für Vögel.

Es gibt also viele Gründe, einen bienenfreundlichen Garten zu gestalten. Für mich ist der wichtigste Grund aber, dass in einem ökologisch gesunden und reichhaltigen Garten das Leben pulsiert. Ich freue mich, wenn Schmetterlinge und Bienen Nahrung in meinem Garten finden. Was man dafür tun kann, zeige ich euch jetzt.

Ein bienenfreundlicher Garten – die Anlage des Gartens

Die Bienen- und Insektenfreundlichkeit eines Gartens beginnt mit der Anlage des Gartens. Dabei solltet ihr in eurem Garten möglichst viel Natur und möglichst wenig versiegelte und betonierte Flächen schaffen. Gerade flächendeckende Pflasterung, Kies- und Steinflächen bedeuten Todeszonen statt Lebensräumen. Beim Anblick von so manchen mit Gabionen umzäunten Gärten fühlt man sich, als sei eine neue Steinzeit ausgebrochen, in der man nur noch rufen möchte „Entsteint Euch!„. 

Rückzugsgebiete für Insekten schaffen

Ein bienenfreundlicher Garten hat vor allem Rückzugsgebiete für Bienen und andere Insekten. Das haben die Tiere vor allem dort, wo Teile des Gartens sich selbst überlassen werden. Unter oder hinter Gehölzen oder in einem nicht gemähten Rasenstück kann das sehr gut gelingen. Auch in kleinen Gärten ist Platz, um abgeschnittene Äste und anderes Totholz liegen zu lassen. Dieses bietet Unterschlupf und ist für viele Insekten Kinderstube. In meinem Garten habe ich eine Totholzhecke angelegt, ein dichtes Geflecht aus abgeschnittenen Ästen, das Vögel auch zum Nisten nutzen können.

bienenfreundlicher Garten

Eine Hummel besucht Aganpanthusblüten.

Gartenzimmer

Um im Garten Bereiche einzurichten, in denen Tiere Ruhe, Schutz und Nahrung finden, kann man den Garten auch in so genannte Gartenzimmer unterteilen. Bei mir ist das „Wohnzimmer im Garten“ die Terrasse. Hier platziere ich das Gros meiner Kübelpflanzen. Im mittleren Gartenzimmer habe ich Stauden- und Blumenbeete sowie Rosenstämmchen, die eine Rasenfläche umgeben. Das hintere Gartenzimmer gehört den Insekten und Vögeln. Hier gärtnere ich am wenigsten und lasse möglichst viel pflanzliches Material einfach liegen.

bienenfreundlicher Garten

Wer eigenen Honig ernten möchte, kann sogar einen ganzen Bienenstock im Garten platzieren.

Nahrung für Bienen und Insekten

Neben Rückzugsgebieten ist Nahrung der zweite wichtige Faktor, den Bienen benötigen, um als Bienenvolk gesund leben zu können. Mit weniger naturbelassenen Flächen schwinden aber die Nahrungsgrundlagen der Bienen. Aber auch im mediterranen Garten können wir Nahrung anbieten, die Bienen, Wildbienen und andere nektarsuchende Insekten unterstützen.

bienenfreundlicher garten

Das blütenreiche Wandelröschen verführt auch Schmetterlinge wie den Admiral.

Bienenfreundliche Gehölze und Kletterpflanzen

Die Verwendung heimischer und vielfältiger Gehölze hilft den Insekten. Todeszonen ohne Leben sind dagegen Monokulturen aus Kirschlorbeer, die man leider immer häufiger sieht. Bienenfreundliche Sträucher und Hecken sind zum Beispiel

  • Kornelkirsche,
  • Schlehe,
  • Weißdorn,
  • Pfaffenhütchen,
  • Beerensträucher wie Himbeere, Brombeere, Stachel- und Johannisbeere, und
  • Schmetterlingsflieder.

Neben diesen Sträuchern, die Bienen und Vögel lieben, helfen auch Kletterpflanzen. Dieses gilt vor allem dann, wenn sie schön in der Sonne wachsen. Mediterranes Flair und Nahrung für Bienen könnt ihr wunderbar mit

  • wildem Wein
  • Efeu
  • ungefüllten Kletterrosen
  • Klettertrompeten

erreichen.

Bienenfreundliche Stauden und Blumen

Natürlich sind Blütenpflanzen die Favoriten, wenn es um die Ernährung der Bienen geht. Wichtig ist dabei aber, dass die Blüten ungefüllt sind. Gefüllte Blüten sind zwar hübsch, enthalten aber wenig Nektar. Eine Liste mit einigen bienenfreundliche Pflanzen beginnt mit einem mediterranen Klassiker:

  • Lavendel
  • Wilde Malve
  • Schafgarbe
  • Sonnenhut (Echinacea und Rudbeckia)
  • Lupine
  • Akelei
  • Astern
  • Allium
  • Edeldistel
  • ungefüllte Dahlien

Kübelpflanzen, die auch Bienen gefallen

Wenn Bienen sich an blühenden Kübelpflanzen tummeln, ist das besonders schön. Ich genieße es, wenn auf der Terrasse oder am Sitzplatz nicht nur tolle Blüten sondern auch das pralle Gartenleben stattfindet. Kübelpflanzen, die nicht nur uns Menschen, sondern auch Insekten begeistern, sind

  • Wandelröschen
  • Agapanthus
  • Zylinderputzer
  • Zitrusblüten
  • Tibouchina
  • Fuchsien uva.

Sicher gibt es noch viele weitere tolle bienenfreundliche Pflanzen. Wichtig ist, dass ihr in eurem Garten eine gewisse Vielfalt an Pflanzen unterbringt, damit sich auch eine Vielfalt an Insekten einstellt.

Bienenfreundliche Pflanzen kaufen könnt ihr bei gut sortierten Gartencentern und Baumschulen.

Unterkunft für Bienen und Insekten

Neben natürlichen Rückzugsgebieten können auch Bienen- und Insektenhotels helfen, dass sich viele Insekten ansiedeln. Ein bienenfreundlicher Garten sollte an besonders sonnigen Stellen ein Bienen- und Insektenhotel platzieren. Solche Hotels kann man kaufen oder selbst mit einfachen Mitteln bauen. Wichtig ist, dass die tatsächlichen Bedürfnisse der einzelnen Arten berücksichtigt werden. Informieren kann man sich auf den Seiten des Nabu, der praktische Bauanleitungen veröffentlicht.

Verzicht auf chemischen Pflanzenschutz

Ein bienenfreundlicher Garten sollte frei von chemischem, hochgiftigem Pflanzenschutz bleiben. Gerade diese Pflanzenschutzprodukte machen den Bienenvölkern zu schaffen. Ohnehin ist ihr Einsatz im Privatgarten seit 2001 nur unter sehr engen Bedingungen möglich. Nötig ist er aber nach meiner Erfahrung nicht, schon garnicht zur Vorbeugung ohne tatsächlich nachweisbarem Befall. Ihr müsst beim Einsatz chemischer Pflanzenschutzmittel bedenken, dass ihr euch und eure Familie den Giften aussetzt.

Die beste Vorbeugung gegen Schädlingsbefall ist ein naturnaher Garten, in dem ein Gleichgewicht zwischen Schädlingen und Nützlingen besteht. Wenn mal eine einzelne Schildlaus oder ein anderer Schädling auftritt, bedeutet diese noch nicht das Todesurteil für wertvolle Zitrus- oder mediterrane Pflanzen. In der Regel lassen sich einzelne Schädlinge mechanisch entfernen. Weiter gibt es ungiftige Hausmittel wie etwa die berühmte Seifenlauge, mit denen man den Schädlingen den Garaus machen kann. Wenn es dann doch einmal zu einem starken Befall gekommen ist, sollten biologische und vor allem bienenfreundliche Pflanzenschutzmittel zum Einsatz kommen.

Fotos und Text: Dr. Dominik Große Holtforth


Jardin des Plantes

Grüne Oase an der Seine – der Jardin des Plantes in Paris

Der Jardin des Plantes in Paris ist eine grüne Oase in der Metropole an der Seine. Der überaus beliebte Botanische Garten zieht nicht nur die „Parisiens“ sondern auch viele Touristen an. Mein kleines Gartenportrait zeigt einige Höhepunkte des Gartens und informiert über die praktischen Seiten des Besuchs. Kommentare und Hinweise sind am Ende des Beitrags möglich

Jardin des plantes

Im Februar begeistert eine große Orchideenausstellung im Jardin des Plants die Pariser.

Der Jardin des Plantes – vom Heilkräutergarten zur botanischen Insel

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mediterrane Gärten in Deutschland

Mediterrane Gärten in Deutschland – Inspirationen und Gestaltungstipps

Mediterrane Gärten in Deutschland – das klingt für viele wie ein Widerspruch. Das ist es aber keineswegs, wie ich in diesem Beitrag zeigen möchte. Ihr erfahrt, welche schönen mediterranen Gärten in Deutschland (und im sonstigen deutschsprachigen Raum) besucht und als Beispiele besichtigt werden können. Darüber hinaus erkläre ich, was ihr tun müsst, um selber einen mediterranen Garten anzulegen. Falls Fragen offen geblieben sind oder Gartenbeispiele ergänzt werden sollen, kann dies am Ende des Beitrags gemacht werden.

Mediterrane Gärten in Deutschland

Neben Palmen gehören auch große Oleander zum festen Repertoire mediterraner Gärten in Deutschland

Ein mediterraner Garten in Deutschland – was ist das überhaupt?

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Jardins de Alfabia

Die Jardines de Alfabia auf Mallorca – ein maurischer Garten auf Mallorca

Die Jardins de Alfabia sind ein herrliches Beispiel maurischer Gartenkunst auf Mallorca. Nicht nur für Gartenbegeisterte lohnt sich ein Ausflug in den Norden der Insel. In diesem Beitrag möchte ich die wunderschöne Gartenanlage vorstellen und praktische Hinweise für einen Besuch geben. Wenn es Fragen zu mediterranen Gärten und Pflanzen gibt, können diese am Ende des Beitrags gestellt werden. 

Jardins de Alfabia

Eine herrschaftliche Freitreppe bildet den Zugang zum Garten.

Jardines de Alfabia – ein Überblick

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Limonaia

Limonaia – vom Zauber der Zitrusgärten von Limone

Eine der schönsten Sehenswürdigkeiten am Gardasee sind die Zitronengewächshäuser, die Limonaia, die vor allem im nördlichen Teil des Sees in Limone sul Garda bestaunt werden können. In diesem Beitrag berichte ich von der interessanten Geschichte der Limonaia, wo und wie ihr sie besichtigen könnt und und was uns das Jahrhunderte alte Pflegewissen des Zitronenanbaus am Gardasee verrät. Bei Fragen zu tollen Gartenzielen am Gardasee oder den Limonaia könnt ihr euch wie immer am Ende des Beitrags melden.

Limonaia

Ein Orangenbaum – gut geschützt in der Limonaia

Zitronen am Gardasee

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Gartenreisen

Gartenreisen – die schönsten (mediterranen) Ziele

Den Frühsommer in der prachtvollen Anlage eines englischen Gartens erleben? Die bunte Blütenpracht eines mediterranen Gartens unter warmer Mittelmeersonne genießen? Eine Gartenreise bietet vielfältige Möglichkeiten, auch abseits des eigenen Gartens zu erleben, zu staunen und Inspirationen zu sammeln. In diesem Beitrag möchte ich daher einen Überblick geben, was bei einer Gartenreise wichtig ist, einige der schönsten Gartenreisenziele zeigen sowie einen Überblick über die Veranstalter von Gartenreisen geben. 

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Gartenreisen

Eines der schönsten Ziele für Gartenreisen – die Isola del Garda, die Gardaseeinsel

Was macht gute Gartenreisen aus?

Um die langersehnte Gartenreise zum unvergesslichen Erlebnis zu machen, sollten einige Voraussetzungen erfüllt sein. Mit ein wenig Sorgfalt bei der Auswahl des Reiseziels und des Veranstalters lassen sich unliebsame Überraschungen und Enttäuschungen vermeiden.

Auswahl der Gärten

Ob historischer Garten oder doch modern, Bauerngarten oder englischer Landschaftsgarten, bleibt Ihnen und Ihrem Interesse bei Gartenreisen überlassen. Die Auswahl an Gärten und Themen, die von Reiseveranstaltern angeboten werden, ist groß und nicht nur regional unterschiedlich. Die Wahl des Reiseziels hängt von verschiedenen Faktoren ab. Von der Tagesreise bis zur mehrwöchigen Rundreise, vom Bauerngarten um die Ecke bis zum italienischen Renaissance-Garten am Mittelmeer können Sie wählen. Entfernung, Art und Länge der Reise, Klimazone und nicht zuletzt der thematische Schwerpunkt wollen bedacht sein. Nehmen Sie sich also Zeit für die Auswahl. Umfangreiche Literatur und eine Vielzahl von Internetseiten bieten Rat und Hilfe beim ersten Schritt zur erträumten Rundreise.

Gartenreisen

Phoenixpalme am Meer im Botanischen Garten Blanes

Begleitung und Führung

Eine Gartenreise mit Begleitung bietet den Vorteil, dass man nicht nur den botanischen Fachmann gleich zur Hand hat, sondern auch bei organisatorischen Themen einen Ansprechpartner vor Ort findet. Etablierte Anbieter wie www.Royaltouristik.de bieten sowohl Botanikexperten als auch deutschsprachige Reiseführer, die zu allen Fragen rund um Garten und Reise Antworten finden.

Organisation der Gartenreise

Ob Sie sich für eine Bus- oder Flugreise entscheiden, einen Tagesausflug planen oder länger unterwegs sind: Die Organisation sollte reibungslos verlaufen, damit die Reise in bester Erinnerung bleibt. Auch hier helfen erfahrene Anbieter weiter: Sie sorgen dafür, dass Planung und Umsetzung der Reise möglichst pannenfrei verlaufen.

Beliebte Ziele für Gartenreisen

Ziele für Gartenreisen sind sehr zahlreich, allerdings kommt man an der Gartennation No. 1 nicht vorbei: England

Gartenziele in England

Ob zum Saisonauftakt die Schneeglöckchen blühen, oder im Frühsommer die klassische englische Rose: Das Mutterland der Gartenreise ist England. Gartenreisen Südengland bieten im milden Klima verschiedenste attraktive Ziele, mit unterschiedlichen Themen. Der ökologisch nach neuesten Erkenntnissen angelegte Garten des englischen Thronfolgers Charles etwa, Highgrove in der Nähe von Bath, zieht die Besucher in ihren Bann. Vom Bauerngarten über die Wildblumenwiese bis zur Obstplantage verfolgt der Prinz in mustergültiger Weise sein Ziel, eine ausgewogene Balance zwischen Mensch und Natur herzustellen und heimische Pflanzenarten zu schützen.

Very british und nahezu mediterran – Cornwall

Die beeindruckende Landschaft Cornwalls bietet den passenden Hintergrund zu den prachtvollen Gärten der Region. Besonders im Frühling, wenn der warme Golfstrom den Pflanzen mit milder Luft zu angenehmem Klima verhilft, sind Gartenreisen hierher lohnenswert. In den grünen Tälern und eindrucksvollen Küstenstrichen verbergen sich wahre Wundergärten.

Exotische Pflanzen im englischen Cottagegarden

Gartenreisen Cornwall führen in idyllische Cottagegärten oder zu exotischen Pflanzen, die im milden Klima gut gedeihen. Die Hortensienblüte im Trelissick Garden etwa erfüllt den Garten mit seinem beeindruckenden Blütenmeer. In der parkartigen Anlage gedeihen fernöstliche, subtropische Pflanzenarten bestens. Unter Yuccapalmen und chinesischen Taubenbäumen lässt sich entspannt spazieren und die ersten Sonnenstrahlen der Frühlingssonne genießen. Im Herrenhaus lässt sich die Porzellansammlung der Gründerfamilie Copeland besichtigen.

Kunst im Garten

Im nahe gelegenen Künstlerdorf St. Ives bietet sich die Möglichkeit, auf angenehme Art die Gartenreise Cornwall mit der örtlichen Kultur zu verbinden. Dort bietet das Barbara Hepworth Museum ein Refugium der Betrachtung und Stille. Im Garten des ehemaligen Wohnhauses der Künstlerin laden ihre Skulpturen zur Entspannung und Kontemplation ein. Gestaltet von Barbara Hepworth selbst, präsentiert sich der Garten heute noch so wie von ihr geplant. Harmonisch fügen sich die biomorphen Figuren aus Bronze, Stein und Holz in den stillen Garten ein; auch das Atelier der Künstlerin kann besichtigt werden.

Gartenreise Ziele am Mittelmeer: mediterran entspannen und genießen

Die Auswahl, was Gartenreiseveranstalter Mittelmeer angeht, ist groß. Ob Italien oder Südfrankreich, die Safranfelder Marokkos oder die Stadtgärten Roms: Für jeden Geschmack findet sich etwas im warmen Klima südlich der Alpen. In den versteckten Gärten von Florenz blühen Kletterpflanzen an den historischen Mauern der Stadt, erfüllen die Luft mit ihren Blütendüften und verwandeln die Gärten und Balkone der engen Gassen in schattige, kleine Paradiese.

Maurische Pracht unter spanischer Sonne – die Gärten der Alhambra

Ein besonderes Juwel der Gartenkunst jenseits der Alpen ist der in Spanien gelegene Palacio de Generalife. Um den Palast aus dem 13. Jahrhundert nah der Alhambra findet sich die älteste maurische Gartenanlage Europas. Um ein langgezogenes Wasserbecken im Hof ziehen sich blühende Blumenbeete und Brunnen. Schwarzweiß gekieste Wege verbinden kleine Pavillons miteinander. Eine Freitreppe aus dem 19. Jahrhundert führt in weitere Gärten, alte Zypressen geben dem Zypressenhof ihren Namen. In der Mitte des Hofes findet sich ein von Myrtenhecken umgebener Teich mit Wasserspielen. Oberhalb dieser Anlage sind Gemüsegärten zwischen alten Bäumen zu entdecken. Der maurische Garten ist eine Oase der Ruhe und des Friedens zwischen den jahrhundertealten Mauern.

Kamelienpracht in Galicien

Freunde der empfindlichen Kamelien werden begeistert sein von einer Reise durch die Gärten Galiciens. In der sonnenverwöhnten Region am Atlantik wachsen nicht nur hochklassige Weintrauben heran, sondern auch verschiedenste Kamelien-Sorten wie die Camellia japonica. Verbinden lässt sich eine solche Fahrt mit dem Besuch der Hafenstadt Vigo oder der weltberühmten Kathedrale in Santiago de Compostela.

Mediterrane Besonderheit: Die Renaissance-Gärten Italiens

In der italienischen Region Latium um Rom herum wächst mehr als nur Buchsbaum in Kübeln. Betörende Blütenpracht in den Gärten am Mittelmeer ist alljährlich beliebtes Reiseziel für Gartenfreunde. Mit Wasserfall und zahllosen Wasserläufen fasziniert die aus der Renaissance stammende Gartenanlage um die Villa Lante in Bagnaia. Brunnen, Grotten und Terrassen zwischen symmetrisch angelegten Beeten auf dem hangabwärts fallenden Gelände stellen eine Miniatur des Universums dar.

Mit den verspielten Wasseranlagen, seinen geraden, geometrisch angeordneten Formen und Terrassenanlagen ist der Garten der Villa Lante ein typisches Beispiel für die Mode der Renaissance-Zeit. Passend zur Geisteshaltung des Humanismus, der sich im 15. Jahrhundert durchsetzte, wandte sich auch der Trend der Gartengestaltung ab von den eng ummauerten, auf Nützlichkeit bedachten Klostergärten. Stattdessen wurde der Garten interpretiert als einladender Eingangsbereich der Villa. Prächtige, farbenfrohe Blumenbeete, Buchsbaumanlagen und schattige Lauben luden zum entspannten Aufenthalt ein. Nicht der Nutzen, sondern die Entspannung und Erholung, die der Garten bietet, rückten nun in den Blickpunkt des Interesses. Bis heute sind die verbliebenen Renaissance-Gärten des Mittelmeerraumes ein Quell der Freude für Gartenfreunde aus aller Welt und werden sorgfältig erhalten.

Professionelle Anbieter mit großer Erfahrung: Reiseveranstalter Gartenreisen

Unabhängig von Reiseziel oder Thema der Reise, ist es hilfreich, auf einen Anbieter mit Erfahrung und umfassendem Wissen zu vertrauen.
Eine Auswahl der verschiedenen Gartenreisen-Anbieter finden Sie hier.

Dr. Seick

Veranstalter von mehrtägigen Kultur- und Gartenreisen mit fachlich kompetenten Begleitern. Neben Bus- und Flugreisen werden auch Kreuzfahrten angeboten, etwa nach Japan und Hawaii.

Baur

Niveauvolle Reisen in die Gärten aller Welt werden hier mit Kulturerlebnissen verbunden. Reiseziele sind Cornwall, Südfrankreich, Gartenreisen Italien oder Südafrika.

Ravenala

Highgrove steht hier ebenso auf dem Programm wie die weltberühmte Chelsea Flower Show. Neben den klassischen Gartenländern England, Frankreich werden auch Reisen nach Portugal angeboten. Auch Ziele in Deutschland wie die Schleswig-Holsteinische Schweiz sind im Angebot.

Royal Touristik

Der älteste deutsche Gartenreiseveranstalter hat nicht nur die Klassiker im Angebot. Begleitet von fachkundigen Reiseleitern führen die Reisen in die Vulkaneifel, nach Schottland oder Südafrika. Gartenreisen Mittelmeer sind selbstverständlich auch im Angebot.

Laade

Dieser Anbieter organisiert Reisen nach Highgrove, dem ökologischen Garten des englischen Prinzen Charles. Auch die erwähnten Galicien-Reise mit dem Besuch der Kameliengärten ist hier zu buchen.

Text: Friederike Körfer

Fotos: Dr. Dominik Große Holtforth

 

 


mediterranes Flair

Mediterranes Flair unter südfranzösischer Sonne – der Garten von Roquebrun

Mediterranes Flair für den eigenen Garten – dazu tragen nicht nur Pflanzen etwas bei. Auch Naturstein und die ganz auf Sonne ausgerichtete Lage und Gestaltung sind essentiell für mediterranes Flair im Garten. Als Vorbild können viele Gärten herangezogen werden, die im Mittelmeerraum sowohl mediterrane Bepflanzung als auch Materialien zeigen. Einer dieser Gärten ist der Jardin mediterranée im südfranzösischen Roquebrun. In diesem Beitrag möchte ich diesen Garten vorstellen und als Quelle für Inspiration präsentieren

Mediterranes Flair

Der Gartenbesuch in Roquebrun beginnt mit einem fantastischen Ausblick auf das Tal des Flusses Orb.

Mediterranes Flair in Roquebrun – Lage und Geschichte des Gartens

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